Soltau erinnert an NS-Opfer mit Stolpersteinen und Stadion-Umbenennung

Klaus-Dieter Stahr
Klaus-Dieter Stahr
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Ein Denkmal für Holocaust-Opfer steht in einem Stadtplatz mit einem Baum davor, einem Topfgewächs, verstreuten trockenen Blättern, umgeben von Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen, Bäumen und dem Himmel im Hintergrund.Klaus-Dieter Stahr

Soltau erinnert an NS-Opfer mit Stolpersteinen und Stadion-Umbenennung

Soltau gedenkt der NS-Opfer mit neuen Mahnmalen und Umbenennung des Olympiastadions

Bis November 2025 sollen in Soltau sieben Stolpersteine für Verfolgte des Nationalsozialismus verlegt werden, darunter sechs für die Familie Lennhoff. Parallel dazu wird der Stadtrat in Kürze über die Umbenennung des Hindenburg-Olympiastadions in Böhmewald-Stadion entscheiden – ein Vorschlag, der von den meisten politischen Gruppen unterstützt wird.

Die Initiative zur Erinnerung an die Familie Lennhoff, die einst in der Marktstraße 8 lebte und arbeitete, gewinnt an Fahrt. Sechs Stolpersteine werden vor ihrem ehemaligen Wohnhaus und Geschäft gesetzt, ein siebter existiert bereits an anderer Stelle in der Stadt. Eine Arbeitsgruppe plant zudem die Gestaltung einer Gedenkstätte an derselben Adresse und prüft weitere Möglichkeiten, die lokale Geschichte zu bewahren. Ihre Geschichte soll in einem Sammelband neu aufgelegt werden, um eine breitere Würdigung zu erreichen.

Soltaus Vorgehen reiht sich ein in bundesweite Bemühungen, wie sie etwa in Verden, Halle (Saale) und anderen niedersächsischen Städten mit ähnlichen Mahnmalen umgesetzt werden. In Soltau geht es jedoch über physische Zeichen hinaus: Geplant ist auch die Einführung eines Ehrenpreises, der nach Sally Lennhoff benannt werden soll und Bürgerinnen und Bürger auszeichnen soll, die sich für demokratische Werte einsetzen.

Gleichzeitig erreicht die Debatte um die Umbenennung des Hindenburg-Olympiastadions eine entscheidende Phase. Ein gemeinsamer Antrag von CDU, SPD, BU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen spricht sich für den Namen Böhmewald-Stadion aus, um die lokale Identität widerzuspiegeln. Der Rat wird Ende August über die Umbenennung abstimmen – parallel zur finalen Freigabe der Gedenkprojekte.

Die endgültigen Beschlüsse sollen bis Ende August fallen und den Weg für die Mahnmale sowie den neuen Stadionnamen ebnen. Sobald genehmigt, werden die Stolpersteine und die Gedenkstätte als dauerhafte Mahnmale an Soltaus Geschichte erinnern. Der Sally-Lennhoff-Preis und das umbenannte Stadion werden diese Bemühungen zusätzlich im öffentlichen Leben verankern.

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