Wolfsburg führt Gedenktag für Opfer des Todesmarsches 1945 ein
Wolfsburg führt Gedenktag für Opfer des Todesmarsches 1945 ein
Wolfsburg hat seinen ersten offiziellen Gedenktag eingeführt, um an die Opfer eines Todesmarsches im Jahr 1945 zu erinnern. Der Stadtrat unterstützte den Beschluss einstimmig – ein wichtiger Schritt für die lokale Erinnerungskultur. Im Mittelpunkt des Gedenkens stehen die Menschen, die am 7. April 1945 vom Außenlager Laagberg des Konzentrationslagers in das "Todeslager" Wöbbelin getrieben wurden.
Der Gedenktag ist Teil des umfassenden Engagements Wolfsburgs für Bildung und demokratische Werte. Er soll das Andenken an die Leidtragenden der NS-Zeit bewahren. Vertreter der Stadt bezeichneten den Schritt als unverzichtbar, um die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Bürgermeister Dennis Weilmann kündigte zudem Pläne für eine neue Gedenkstätte am historischen Ort Laagberg an. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Das Projekt wird einen Ort des Gedenkens und Lernens schaffen.
Die Entscheidung der Stadt folgt intensiven Recherchen zur lokalen Geschichte, darunter auch zum Zwangsmarsch von Häftlingen in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs. Die Initiative steht im Einklang mit Bestrebungen, die Rolle der Region in dieser Zeit zu dokumentieren und aufzuarbeiten.
Der Gedenktag wird künftig jährlich begangen, um die Opfer des Todesmarsches von 1945 nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die geplante Gedenkstätte in Laagberg soll die Bildungs- und Erinnerungsarbeit zusätzlich stärken. Die einstimmige Zustimmung des Stadtrats unterstreicht die breite Unterstützung für das Vorhaben.
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