Rottweils Narrensprung trotzt eisigem Wetter mit spektakulärer Tradition
Karnevalssturm trifft Rottweil - wild, bunt und unerschütterlich - Rottweils Narrensprung trotzt eisigem Wetter mit spektakulärer Tradition
Tausende Feiernde und Zuschauer trotzten dem kühlen Wetter, um am Narrensprung in Rottweil an Rosenmontag teilzunehmen. Der historische Karnevalssprung, ein Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Traditionen, bot ein Spektakel mit kostümierten Gestalten, die seit Jahrzehnten durch die Straßen der Stadt springen. Aufwendige Holzlarven, waghalsige Akrobatik und Blasmusik füllten die Luft, während sich schon am frühen Morgen Menschenmengen entlang der Route drängten.
Die Feierlichkeiten begannen um 8 Uhr, als Tausende Narren – verkleidet als Federahannes, Gschell, Biß und andere traditionelle Figuren – durch das Schwarze Tor stürmten. Ihre Häs-Kostüme, kombiniert mit handgeschnitzten Masken, griffen lokale Sagen, Stadtgeschichte und mythische Wesen auf. Viele zeigten mutige Stabsprünge mit langen Holzstangen, ein Markenzeichen des Rottweiler Fasnets.
Obwohl der Narrensprung selbst nur spärlich historisch dokumentiert ist, formten sich Rottweils Fasnet-Traditionen Ende der 1930er-Jahre. Ursprünglich ein unpolitischer Protest – wie die Da-Bach-na-Fahrt 1936 gegen die Arbeitsverpflichtungen der NS-Zeit – entwickelte sich das Ereignis bis 1938/39 zu strukturierten Feiern, an denen auch Frauen teilnahmen. Selbst unter harten Bedingungen, wie dem eisigen Wetter 1986, versammelten sich bis zu 20.000 Zuschauer.
Über Rottweil hinaus zeigten sich auch Einflüsse des rheinischen Karnevals, etwa mit verkleideten Prinzenpaaren und Tanzgruppen, die das regionale Bild bereicherten. Später verlagerten sich die Feiern nach Schramberg, wo Dutzende Teams in prächtigen Kostümen in geschmückten Holzbutten die Schiltach hinabrasten.
Der Narrensprung bleibt eine der beeindruckendsten vorfastenzeitlichen Traditionen Südwestdeutschlands. Die Mischung aus Akrobatik, historischen Kostümen und dem gemeinsamen Trotz gegen das Winterwetter zieht noch immer riesige Menschenmengen an. Spätere Veranstaltungen wie die Buttenrennen in Schramberg verlängern die lebendige Karnevalsstimmung bis in den Nachmittag.
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