Betrunkener Bootsführer auf dem Mittellandkanal: Polizei stoppt 66-Jährigen mit 0,2 Promille
Betrunkener Bootsführer auf dem Mittellandkanal: Polizei stoppt 66-Jährigen mit 0,2 Promille
Am 18. Februar 2026 wurde ein 66-jähriger Bootsführer von der Wasserschutzpolizei Hannover auf dem Mittellandkanal bei Anderten gestoppt. Die Behörden griffen ein, nachdem es Berichte über auffälliges Verhalten gegeben hatte, darunter die Unfähigkeit, ordnungsgemäß anzulegen. Später stellte sich heraus, dass der Kapitän stark alkoholisiert war, während er das Schiff steuerte.
Der Vorfall begann, als ein anderer Eisbrecherkapitän in der Nähe von Anderten ungewöhnliche Manöver bemerkte. Statt wie erwartet anzulegen, hatte der 66-Jährige zwar Anker geworfen, fuhr jedoch unberechenbar weiter. Die Wasserschutzpolizei betrat das Schiff und stellte fest, dass der Alkoholgehalt im Blut des Kapitäns bei fast 0,2 Promille lag – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert.
Ein offizieller Bluttest soll den genauen Alkoholpegel bestätigen. Unterdessen wurde dem Kapitän sofort die Fahrlizenz entzogen, und ihm wurde untersagt, seine Reise fortzusetzen. Der Abschnitt des Mittellandkanals zwischen Anderten und Mehrum ist in den letzten Jahren mit Herausforderungen konfrontiert, von sich ändernden Verkehrsströmen bis hin zu Infrastrukturprojekten wie der Sanierung der Nienburger Brücke 2023. Niedrige Wasserstände, starke Strömungen in der Nähe des Hildesheimer Wehres und die Anfälligkeit von Brücken bei Hochwasser bleiben anhaltende Risiken für die Schifffahrt in der Region.
Dem Kapitän drohen nun rechtliche Konsequenzen, nachdem ihm die Lizenz entzogen wurde. Sein Fall unterstreicht die Gefahren, die von alkoholisierten Führern auf stark befahrenen Wasserstraßen ausgehen. Die Behörden überwachen den Mittellandkanal weiterhin auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften angesichts der sich wandelnden Bedingungen in der Schifffahrt.
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