Heidekreis beschließt neue Regeln für Windräder – 6.000 Hektar bis 2026 gesucht
Heidekreis beschließt neue Regeln für Windräder – 6.000 Hektar bis 2026 gesucht
Der Kreistag des Heidekreises hat neue Kriterien für die Auswahl von Standorten für Windenergieanlagen verabschiedet. Mit dem Schritt soll der Ausbau von Windrädern gesteuert werden, ohne dabei die landesweiten Ziele aus den Augen zu verlieren. Nun steht die Verwaltung vor der Aufgabe, bis 2026 von ursprünglich 16.509 Hektar potenzieller Fläche mindestens 5.976 Hektar auszuwählen.
Die Entscheidung folgt auf monatelange Debatten über Abstandsregeln und ökologische Bedenken. Ein Antrag der Grünen, einen einheitlichen Mindestabstand von 750 Metern festzulegen, wurde abgelehnt – damit bleiben die bestehenden Vorschriften in Kraft.
Der Kriterienkatalog des Kreistags wurde mit breiter Mehrheit angenommen, wobei sich vier Abgeordnete der Grünen enthielten und vier weitere dagegen stimmten. Widerstand kam zudem von drei AfD-Vertretern sowie der SPD-Politikerin Franka Strehse aus Neuenkirchen.
Schon vor dieser Entscheidung waren 10.309 Hektar – rund 62,5 Prozent der zunächst identifizierten Flächen – ausgeschlossen worden. Dazu zählten Naturschutzgebiete (5.277 ha), Wasserschutzzonen (2.124 ha) sowie Pufferzonen nahe Siedlungen (1.768 ha). Weitere 1.140 Hektar schieden wegen Bodenbeschränkungen aus.
Elf Landkreis-Verwaltungschefs hatten zuvor die Landesregierung aufgefordert, die Windenergie-Quoten zu senken. Sie argumentierten, die aktuellen Vorgaben seien angesichts des stark bewaldeten Gebiets im Heidekreis unangemessen. Dennoch wird der endgültige Plan letztlich 3,18 Prozent der Gesamtfläche des Landkreises für Windräder ausweisen – mehr als das Vierfache des bisherigen Anteils.
Künftige Regelungen könnten zudem den Bau von Anlagen in minderwertigen Nadelwäldern ermöglichen. Die Abstandsrichtlinien des Umweltausschusses bleiben unverändert, sodass es keine pauschale 750-Meter-Schutzzone geben wird, wie von den Grünen gefordert.
Die beschlossenen Kriterien sollen bis 2026 die Auswahl von Vorranggebieten leiten, die mindestens 5.976 Hektar umfassen werden. Damit erweitert der Heidekreis seine Windenergie-Kapazitäten deutlich – eine Entscheidung, die landesweite Vorgaben mit lokalen Belangen zu Entwicklung und Naturschutz in Einklang bringt.
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