Ostfriesisches Ehepaar muss 18.000 Euro wegen Sozialbetrugs zurückzahlen
Ostfriesisches Ehepaar muss 18.000 Euro wegen Sozialbetrugs zurückzahlen
Ein Ehepaar aus Ostfriesland muss 18.000 Euro an Grundsicherungsleistungen zurückzahlen, nachdem ein Gericht entschieden hat, dass die beiden zu Unrecht Zahlungen erhalten haben. Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen stellte fest, dass das Paar zwischen 2007 und 2013 seine tatsächlichen Einkünfte verschwiegen hatte, während es Leistungen bezog. Im Mittelpunkt des Falls standen Ungereimtheiten bei den angegebenen Verdiensten der Frau, die als Teilzeitkraft in der Küche arbeitete. Später stellte sich heraus, dass ihre Angaben falsch waren. Die Behörde hatte bereits im Dezember 2007 eine Einkommensbescheinigung angefordert, in der das monatliche Gehalt der Frau mit 100 Euro angegeben war. Zweifel kamen auf, als Zeugen aussagten, sie habe regelmäßig und nicht nur gelegentlich gearbeitet. Der Hauptzeuge im Verfahren gab zu, gefälschte Lohnabrechnungen erstellt und Schwarzgeld ausgezahlt zu haben. Eine Steuerprüfung im Jahr 2016 förderte Unterlagen zutage, die diese Barzahlungen belegten und direkt mit der Klägerin in Verbindung brachten. Trotz mehrfacher Aufforderungen kooperierte das Paar nicht ausreichend, um seine tatsächlichen Einkünfte offenzulegen. Diese mangelnde Transparenz veranlasste die Behörde, die Bewilligung der Leistungen zu widerrufen und die Rückzahlung der zu Unrecht gezahlten Beträge zu fordern. Das LSG urteilte, dass die Angaben der Kläger nicht glaubwürdig seien, und kehrte die Beweislast um. Da sie keine überzeugenden Nachweise über ihre Einkünfte vorlegen konnten, bestätigte das Gericht die Rückforderungsanordnung. Die Entscheidung bedeutet, dass das Paar nun 18.000 Euro an die Leistungsbehörde zurückzahlen muss. Der Beschluss folgt auf jahrelange Ermittlungen, darunter Zeugenaussagen und Steuerunterlagen, die undeclarierte Arbeit aufdeckten. Der Fall zeigt die Konsequenzen, die drohen, wenn bei Bezug staatlicher Unterstützung das tatsächliche Einkommen nicht korrekt angegeben wird.
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