Niedersachsen verschärft Glücksspielkontrollen mit neuem Staatsvertrag bis Jahresende
Niedersachsen verschärft Glücksspielkontrollen mit neuem Staatsvertrag bis Jahresende
Die Niedersächsische Regierung hat einen Entwurf für den Zweiten Staatsvertrag zur Änderung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 gebilligt. Das überarbeitete Abkommen zielt darauf ab, die Aufsicht im Glücksspielsektor zu stärken, indem den Regulierungsbehörden der Zugang zu Daten der Strafverfolgungsbehörden erleichtert wird. Die Unterzeichnung des Vertrags ist noch vor Jahresende geplant.
Der überarbeitete Vertrag führt strengere Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Glücksspielaktivitäten ein. Eine zentrale Neuerung betrifft die Aktualisierung der Vorschriften zur Netzsperrung (IP-Sperren), um deren Vereinbarkeit mit rechtlichen Standards sicherzustellen. Zudem erhalten die Behörden erweiterte Befugnisse zur Datenerhebung, insbesondere zur Überprüfung der Zuverlässigkeit von Personen, die in der Glücksspielbranche tätig sind.
Laut dem neuen Entwurf erhalten die Glücksspielaufsichtsbehörden weitreichendere Ermittlungsbefugnisse. Sie können künftig Informationen von nationalen Strafverfolgungsbehörden sowie ausländischen Polizeistellen anfordern. Dieser erweiterte Zugang soll die Überwachung und Durchsetzung von Vorschriften im Sektor verbessern.
Nach der Unterzeichnung wird das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung ein Ratifizierungsgesetz für den Landtag vorbereiten. Der Prozess folgt der Billigung des Entwurfs durch die Niedersächsische Regierung, wobei bisher keine offiziellen Stellungnahmen der Bundesregierung oder des Bundesrates zu den Änderungen öffentlich dokumentiert sind.
Der Zweite Staatsvertrag soll noch vor Jahresende finalisiert werden. Seine Umsetzung wird den Regulierungsbehörden einen umfassenderen Zugang zu inländischen und internationalen Daten der Strafverfolgung ermöglichen. Die Änderungen dienen dazu, die Kontrollen über illegale Glücksspielaktivitäten zu verschärfen.
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