Gender-Pay-Gap in Deutschland bleibt 2024 bei 16 % – warum Frauen weiter leer ausgehen
Gender-Pay-Gap in Deutschland bleibt 2024 bei 16 % – warum Frauen weiter leer ausgehen
Action in Deutschland: Gender-Pay-Gap bleibt 2024 unverändert bei 16 % – Frauen verdienen weiterhin deutlich weniger als Männer
Trotz jahrelanger Aufklärungskampagnen, darunter der Equal Pay Day, der den Tag markiert, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern effektiv "umsonst" arbeiten, hat sich an der Lohnlücke in Deutschland nichts geändert. 2026 findet die bundesweite Aktion in Greifswald statt, organisiert von einem Bündnis aus Frauenrechts- und Arbeitnehmerorganisationen.
Mit 16 % liegt der Gender-Pay-Gap in Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt von etwa 12 %. Das bedeutet: Frauen arbeiten im Vergleich zu Männern 58 Tage im Jahr ohne Bezahlung – und zwar in allen Karrierephasen, vom Berufseinstieg bis zur Rente.
Das Bündnis Equal Pay Day MV, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, der DGB Nord und weitere Initiativen gehören, fordert seit Langem Reformen: höhere Mindestlöhne, die Abschaffung von Niedriglohn-Minijobs und strengere Regeln zur Lohntransparenz. Auch die Elternzeitpolitik steht im Fokus, da Frauen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit tragen.
2026 wird die Kampagne in Greifswald stattfinden. Höhepunkt ist die Veranstaltung "Nahtlos durch die Nacht" am 27. Februar ab 17:00 Uhr in der STRAZE. Unter dem Hashtag #equalpaydaymv können Interessierte die Aktionen verfolgen.
Die Initiative will mit der Aktion 2026 erneut auf die anhaltende Lohnungerechtigkeit aufmerksam machen und politische Veränderungen vorantreiben. Angesichts der anhaltenden 16-Prozent-Lücke betonen die Organisator:innen die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen. Das Event in Greifswald soll Druck auf Arbeitgeber und Politik ausüben, die Schere endlich zu schließen.
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