Petition für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren sammelt 100.000 Stimmen in Rekordzeit
Online-Petition für ein Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften - Petition für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren sammelt 100.000 Stimmen in Rekordzeit
Eine Petition, die ein gesetzliches Verbot von sozialen Medien für unter 16-Jährige fordert, gewinnt rasant an Fahrt. Innerhalb weniger Tage sammelte sie bereits 100.000 Unterschriften – ein deutliches Zeichen für die wachsende Sorge um die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Die Debatte hat in ganz Europa an Fahrt aufgenommen, nachdem Australien Ende 2024 und Anfang 2025 mit bahnbrechenden Beschränkungen vorangegangen war.
Die Unterstützung für strengere Regeln ist breit gestreut: Laut einer aktuellen ZDF-Politbarometer-Umfrage befürworten 81 Prozent der Befragten ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren. Auch politische Parteien wie CDU und SPD haben altersbasierte Grenzen vorgeschlagen – ein klares Signal für einen Wandel in der politischen Diskussion.
Der Vorstoß für eine Regulierung kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen exzessiver Nutzung sozialer Medien und Depressionen oder Angststörungen bei Jugendlichen belegen. Die Initiatoren der Petition argumentieren, dass sofortiges Handeln notwendig sei, um vulnerable Altersgruppen zu schützen. Der Urheber der Kampagne, Jan Weinhart, hat die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich gesetzgeberisch aktiv zu werden.
Europa bewegt sich bereits in diese Richtung: Frankreich führte 2023 eine elterliche Zustimmungspflicht für unter 15-Jährige ein, gefolgt von einem vollständigen Verbot für diese Altersgruppe Anfang 2026. Das britische Oberhaus stimmte im Januar 2026 für ein Verbot unter 16 Jahren; eine öffentliche Anhörung ist für März geplant. Gleichzeitig prüft die EU-Kommission eine Anpassung des Digital Services Act (DSA) und könnte noch im Sommer 2026 ein EU-weites Mindestalter von 16 Jahren vorschlagen.
Auch andere Länder ziehen nach: Dänemark diskutiert eine Altersgrenze ab 15 Jahren, Spanien plant ein Verbot unter 16 Jahren mit Gesichtserkennungskontrollen. Griechenland bereitet ein 16+-Verbot vor, Italien erhöht das Mindestalter auf 15 Jahre, und Irland hat bereits Alterskontrollen für Pornografie eingeführt. In Deutschland selbst gibt es parteiübergreifende Unterstützung – die CDU sprach sich auf ihrem letzten Parteitag für ein Verbot unter 14 Jahren aus.
Eine Expertenkommission erarbeitet derzeit Empfehlungen für den Jugendmedienschutz in der digitalen Welt. Ihre Ergebnisse, die für diesen Sommer erwartet werden, könnten die Grundlage für künftige Gesetze bilden. Die Politbarometer-Umfrage berücksichtigte allerdings keine Stimmen von Kindern oder Jugendlichen selbst, sondern konzentrierte sich auf die Meinung von Erwachsenen.
Der Erfolg der Petition unterstreicht die breite öffentliche Unterstützung für strengere Regeln in sozialen Medien. Angesichts der voranschreitenden Altersbeschränkungen in mehreren europäischen Ländern wächst der Druck auf die Politik, zu handeln. Die Ergebnisse des Expertenberichts und die laufenden EU-Diskussionen werden voraussichtlich die nächsten Schritte in Deutschland und darüber hinaus bestimmen.
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