07 May 2026, 16:27

Wolfsburgs Holy-Spirit-Ensemble vor historischem Wandel und neuer Öffentlichkeit

Prachtvolle Kirchengewölbedecke mit detaillierten Schnitzereien und Skulpturen an Wänden und Säulen, mit dekorativem Text am Boden.

Wolfsburgs Holy-Spirit-Ensemble vor historischem Wandel und neuer Öffentlichkeit

Das Holy-Spirit-Ensemble in Wolfsburg steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Geplant sind der Erhalt, die Restaurierung und eine neue öffentliche Funktion für den historischen Ort. Stadtverantwortliche und Fachleute arbeiten nun daran, diese Vision in die Tat umzusetzen.

Das Vorhaben hängt entscheidend davon ab, dass die Evangelisch-lutherische Landeskirche das Eigentum an der Immobilie überträgt. Ohne diesen Schritt kann es nicht vorankommen. Sobald die Übertragung gesichert ist, soll das Ensemble nicht nur konserviert, sondern auch für Bewohnerinnen, Bewohner und Besucher geöffnet werden.

Machbarkeitsstudien werden den Restaurierungsbedarf, künftige Nutzungsmöglichkeiten und Finanzierungsoptionen prüfen. Diese Gutachten müssen abgeschlossen sein, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Der Stadtrat wird am 13. Mai über die Beteiligung Wolfsburgs an der Forum Alvar Aalto Stiftung beraten – eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Die Stadt hat zugesagt, bis zu eine Million Euro in das Stiftungsvermögen einzubringen. Mit diesem finanziellen Engagement sollen langfristig die Restaurierung und die inhaltliche Ausrichtung des Ensembles unterstützt werden. Geplant sind kulturelle Veranstaltungen, Gemeinschaftswohnräume, eine Kindertagesstätte sowie Flächen für gesellschaftliche Begegnungen.

Oberbürgermeister Dennis Weilmann unterstützt das Projekt nachdrücklich und bezeichnet das Ensemble als „Identitätsanker der Stadt“. Kai-Uwe Hirschheide, Leiter der Stadtplanung, sieht darin eine seltene Chance für eine behutsame Sanierung und Belebung. Professor Rolf Schnellecke betont, wie wichtig es sei, das Ensemble unter kommunalem Einfluss zu halten, damit die Wolfsburgische Bürgerschaft seine Zukunft mitgestalten kann.

Der nächste entscheidende Schritt ist die Eigentumsübertragung durch die Kirche. Wird diese genehmigt, kann die Detailplanung beginnen und die Finanzierung gesichert werden. Das restaurierte Ensemble soll dann als kultureller Mittelpunkt dienen – eine Verbindung von Denkmalschutz und modernen Gemeinschaftsbedürfnissen.

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