"Worüber Juden sprechen": Zehn intime Gespräche über jüdisches Leben in Deutschland
Luka Boucsein"Worüber Juden sprechen": Zehn intime Gespräche über jüdisches Leben in Deutschland
Ein neues Buch bietet einen seltenen Einblick in den Alltag jüdischer Menschen in Deutschland. Unter dem Titel "Worüber Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" versammelt es persönliche Geschichten, die über das übliche öffentliche Bild hinausgehen. Die Autoren Joshua Schultheis und Mascha Malburg möchten damit ein vielschichtigeres Bild jüdischer Erfahrungen heute zeichnen.
Joshua Schultheis arbeitet als politischer Redakteur bei der "Jüdischen Allgemeinen", einer der führenden jüdischen Zeitungen Deutschlands. Seine Koautorin Mascha Malburg studierte Politikwissenschaft und Soziologie mit einem Schwerpunkt auf Hannah Arendts Revolutionstheorien. Gemeinsam haben sie zehn Dialoge mit acht jüdischen Stimmen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammengetragen.
Das Buch stellt die oft eingeschränkte Wahrnehmung jüdischer Menschen in Deutschland infrage – meist nur im Kontext von Holocaust-Gedenkveranstaltungen oder Nahostkonflikten. Durch die Veröffentlichung privater Gespräche wollen die Autoren ein Kaleidoskop an Perspektiven schaffen und sich von engen Klischees lösen.
Erschienen im Hentrich & Hentrich Verlag, ist das Werk Teil einer Diskussion, die von Dinah Riese moderiert wird, der Leiterin des Inlandsressorts unserer Website. Die Autoren betonen, dass es entscheidend ist, jüdischen Menschen selbst zuzuhören, um ihre Anliegen und ihren Platz im heutigen Deutschland zu verstehen.
Das Buch präsentiert eine Mischung persönlicher Erzählungen, die die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland widerspiegeln. Es vermeidet vereinfachende Darstellungen, indem es den Einzelnen selbst zu Wort kommen lässt. Leser:innen können diese Gespräche nun entdecken, um ein umfassenderes Bild jüdischer Erfahrungen heute zu gewinnen.






