Wolfenbüttels Büchereien bleiben getrennt – Rat lehnt Fusion ab
Ein Plan zur Zusammenlegung der Stadt- und Kreisbüchereien in Wolfenbüttel ist vom örtlichen Rat abgelehnt worden. Die CDU-Fraktion hatte vorgeschlagen, die beiden Bestände zu vereinen, um Kosten zu sparen und den Buchtransport effizienter zu gestalten. Als Hauptgrund für den Vorschlag nannten die Verantwortlichen die angespannte Haushaltslage.
Vorgesehen war, beide Büchereien unter einem Dach am Bahnhof zusammenzuführen. Dadurch wären die kulturellen Angebote im Bereich der Harzstraße zentralisiert worden. Befürworter argumentierten, dies würde auch den Aufwand für den Transport von Büchern zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchereibus verringern.
Wolfenbüttel verfügt derzeit über drei zentrale kulturelle Einrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbücherei und die Volkshochschule des Landkreises. Aktuelle Zahlen zu den Ausleihtrends wurden in der Debatte jedoch nicht vorgelegt.
Nach einer Aussprache stimmte der Rat gegen die Fusion. Die Entscheidung bedeutet, dass die beiden Büchereien vorerst eigenständig weiterarbeiten.
Die Ablehnung hat zur Folge, dass Stadt- und Kreisbücherei auch künftig unabhängig voneinander betrieben werden. Weitere Sparmaßnahmen für die Einrichtungen wurden nicht bekannt gegeben. Mit dem Votum des Rates bleibt das bestehende System vorerst unverändert.






