Spritpreise explodieren: Über zwei Euro pro Liter im April 2026
Spritpreise in Deutschland auf Rekordniveau: Über zwei Euro pro Liter im April 2026
Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind auf historische Höchststände geklettert und haben im April 2026 die Marke von zwei Euro pro Liter überschritten. Der starke Anstieg folgt auf die Einführung neuer Tankstellenregelungen im Juni 2024 sowie die wirtschaftlichen Folgen des anhaltenden Iran-Kriegs. Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger, hat sich nun zur Krise geäußert und sowohl die Herausforderungen als auch mögliche Lösungsansätze skizziert.
Die neue Tankstellenverordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft trat, erlaubt nur noch eine tägliche Preisanpassung zur Mittagszeit. Diese Maßnahme – kombiniert mit den Auswirkungen des Iran-Kriegs – hat die Preise weit über das bisherige Niveau getrieben. Noch im Juni 2024 lag der Durchschnittspreis für Super E10 bei 177,6 Cent pro Liter – ein Wert, der im Vergleich zu den heutigen Zahlen deutlich niedriger erscheint.
Bilger räumte ein, dass die bisherigen Gegenmaßnahmen, etwa die Freigabe von Ölreserven und die Erweiterung der Befugnisse des Bundeskartellamts, die Preise nicht auf das alte Niveau zurückführen werden. Zudem warnte er, dass die Dauer des Krieges entscheidend für das Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden in Deutschland sein werde. Die von der Regierung eingesetzte Taskforce zu den Spritpreisen kommt nun erneut zusammen, um weitere Schritte zu beraten.
Um die Belastung für Verbraucher zu verringern, wird eine Erhöhung der Pendlerpauschale in Erwägung gezogen. Bilger betonte jedoch, dass Deutschland darüber hinaus umfassendere Reformen vorantreiben müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Verantwortung für den Konflikt selbst bei den beteiligten Parteien im Iran liege.
Die Spritpreiskrise zeigt bisher keine Anzeichen für eine baldige Entspannung. Der Iran-Krieg und die regulatorischen Änderungen halten die Kosten auf hohem Niveau. Die nächsten Schritte der Regierung werden sich auf Steuerentlastungen und wirtschaftliche Reformen konzentrieren. Bis auf Weiteres müssen Autofahrer und Unternehmen sich auf anhaltend hohe Preise einstellen.






