05 April 2026, 04:13

Rammstein-Coverband in Halle: Drohmail löst Streit um Konzert aus

Eine Gruppe von Menschen marschiert nachts in Berlin, mit Protestschildern, mit Bäumen, Gebäuden und Fahrrädern im Hintergrund.

Rammstein-Coverband in Halle: Drohmail löst Streit um Konzert aus

Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle hat heftige Kritik ausgelöst, nachdem eine Aktivistengruppe eine drohende E-Mail an den Veranstaltungsort geschickt hatte. Die mit extremer Sprache gefüllte Nachricht fordert die Absage der Veranstaltung und wirft der Band vor, schädliche Ideologien zu verbreiten. Der Clubbetreiber Matthias Golinski weigert sich jedoch einzuknicken und besteht darauf, dass das Konzert wie geplant stattfinden wird.

Der Streit begann, als das Aktionsbündnis Antifaschistische und Feministische Aktion Halle/Saale eine E-Mail an den Club Tante Manfred sandte, der am 2. Mai 2026 die Rammstein-Tribute-Band Zeitlos gastieren lässt. Die Gruppe bezeichnete die Auftritte von Frontmann Till Lindemann als "sexualisierte Macht demonstrierende Darbietungen" und "kalkulierten Tabubruch". Die Mail ging noch weiter und enthielt aggressive Parolen wie "TÖTET TILL!" sowie Andeutungen unbestimmter Konsequenzen, sollte das Konzert stattfinden.

Der Club musste seitdem mit sofortigen Konsequenzen rechnen: Tante Manfred wurde aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der der Club bisher seine Veranstaltungen beworben hatte. Dennoch bleibt Golinski standhaft und betont die Linie des Hauses: Jede Band dürfe auftreten, solange sie sich im rechtlichen Rahmen bewege. Er unterstrich, dass die künstlerische Freiheit verteidigt werden müsse – selbst unter Druck.

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Bisher gibt es keine Aufzeichnungen über frühere Proteste desselben Bündnisses gegen ähnliche Veranstaltungen in Halle. Dennoch haben Tonfall und Drohungen in der E-Mail die Spannungen in der hiesigen Nachtlebensszene verschärft.

Das Konzert bleibt für den 2. Mai 2026 angesetzt, und Tante Manfred gibt den Forderungen nicht nach. Die Haltung des Clubs verdeutlicht den Konflikt zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischem Widerstand. Vorerst wird die Veranstaltung wie geplant stattfinden – sofern keine weiteren Schritte unternommen werden.

Quelle