SPD vor Machtverschiebung: Pistorius als Vizekanzler und Rehlinger als neue Parteichefin?
Christos SchwitalSPD vor Machtverschiebung: Pistorius als Vizekanzler und Rehlinger als neue Parteichefin?
SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf hat zwei weitreichende Personalvorschläge für die Parteispitze vorgelegt. Sie regte an, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius Lars Klingbeil als Vizekanzler ablösen solle. Zudem sprach sie sich dafür aus, Anke Rehlinger zur alleinigen SPD-Vorsitzenden zu wählen – mit dem Argument, dass ihr Abstand zur Bundespolitik ein Vorteil sei.
Schröder-Köpf hob Rehlingers Erfolge als Ministerpräsidentin des Saarlandes hervor. Die fehlende Verbindung der Landeschefin zum Bundeskabinett mache sie ihrer Ansicht nach zu einer stärkeren Kandidatin für den Parteivorsitz. Gleichzeitig plädierte sie dafür, dass die SPD-Regierungschefs Manuela Schwesig und Olaf Lies ihre einflussreichen Positionen behalten sollten.
Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz unterstützte die Forderung, Parteiführung und Ministerämter klar zu trennen. Er betonte, die SPD müsse ihre öffentliche Präsenz und inhaltliche Klarheit stärken. Aktuelle Umfragedaten zur Beliebtheit oder zum Vertrauen in Pistorius als Verteidigungsminister – seit seinem Amtsantritt 2021 – liegen jedoch nicht vor.
Die Vorschläge würden die SPD-Spitze neu ordnen: Pistorius rückte in die Rolle des Vizekanzlers auf, Rehlinger übernähme den alleinigen Parteivorsitz. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen das Kräfteverhältnis zwischen Bundes- und Landesebene in der Partei verschieben.






