22 April 2026, 06:27

Solingen streitet über abgelehnte LED-Beleuchtung für Schulhöfe und Sicherheit

Buswartehäuschen bei Nacht mit Deckenbeleuchtung, Fahrzeuge auf der Straße, Beschilderung, einige Menschen und beleuchtete Gebäude im Hintergrund.

Solingen streitet über abgelehnte LED-Beleuchtung für Schulhöfe und Sicherheit

In Solingen ist ein politischer Streit entbrannt, nachdem der Stadtrat einen Plan zur Verbesserung der Beleuchtung in Schulhöfen abgelehnt hat. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hatte die Initiative vorgelegt und argumentiert, sie würde die Sicherheit erhöhen und die Nachhaltigkeit fördern. Doch alle anderen Fraktionen stimmten dagegen – Vorwürfe der Heuchelei und Vernachlässigung sind die Folge.

Das BfS beantragte die Installation moderner, energieeffizienter LED-Beleuchtung in Schulhöfen, kombiniert mit Bewegungsmeldern und optionalen Solarpaneelen. Ziel war es, den Energieverbrauch zu senken und die Flächen nach Einbruch der Dunkelheit sicherer zu gestalten. Zudem sollte die Öffentlichkeit Zugang zu den Schulhöfen erhalten. Bisher seien diese jedoch bei Dämmerung aufgrund der schlechten Beleuchtung zu "Angsträumen" für Jugendliche geworden, so die Kritik der Initiative.

Sämtliche anderen Ratsfraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – lehnten den Vorschlag einstimmig ab. Der Bildungssprecher des BfS, Paul Bender, kritisierte die Entscheidung scharf und bezeichnete sie als Versäumnis, echte Sicherheitsbedenken anzugehen. Er verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die sich in schlecht beleuchteten Ecken nicht mehr aufhalten würden, und warf dem Rat vor, ihre Ängste ignoriert zu haben.

Bender warf der Ratsmehrheit Heuchelei vor: Trotz öffentlicher Bekundungen zu Klimaschutz und Sicherheit habe man eine Lösung abgelehnt, die beide Ziele vereine. Durch bedarfsgeregelte Beleuchtung ließen sich Kosten und Energieverschwendung minimieren, betonte er. Das BfS kündigte an, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen – sicherere und einladendere Schulhöfe seien für Familien und Kinder unverzichtbar.

Die Ablehnung sende ein fatales Signal an die Bürger der Stadt, warnte Bender. Sein Eindruck: Das Vertrauen in die lokale Politik leide, und Jugendliche fühlten sich übergangen. Das BfS bleibt entschlossen, für eine bessere Ausleuchtung der Schulhöfe zu kämpfen, und stellt die Frage als Sicherheits- wie als Umweltpriorität dar. Angesichts der geschlossenen Ablehnung aller anderen Fraktionen muss die Gruppe nun breitere Unterstützung mobilisieren, um den Plan wiederzubeleben. Vorerst bleibt es bei der bestehenden Beleuchtung – ohne Veränderungen.

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