Mainzer Umweltdezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 eine "Beerdigung für die Region"
Klaus-Dieter StahrMainzer Umweltdezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 eine "Beerdigung für die Region"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger kritisiert scharf die Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Die Eröffnung des neuen Terminals 3 am Frankfurter Flughafen hat scharfe Kritik von Mainzer Seite ausgelöst. Janina Steinkrüger, zuständige Dezernentin für Umwelt und Mobilität, bezeichnete das Ereignis als "Beerdigung für eine lärmgeplagte Region" und stellte infrage, ob Terminal 2 überhaupt jemals wieder in Betrieb genommen werde.
Steinkrüger argumentiert, Terminal 3 sei ursprünglich geplant worden, um die Flugkapazitäten auszuweiten – und damit die Lärmbelastung im Rhein-Main-Gebiet weiter zu verschärfen. Später habe man die Begründung auf "Abfertigungsqualität" umgelenkt, um den Bau und die Zerstörung geschützter Waldflächen zu rechtfertigen.
Seit Jahren litten Anwohner unter unerträglichen Lärmpegeln, so Steinkrüger, obwohl der Flugverkehr die tolerierbaren Grenzen bereits überschritten habe. Trotz Versprechungen steigender Passagierzahlen hätten die Flugdaten nie einen Bedarf für Terminal 3 belegt.
Zudem warf sie den Flughafenbetreibern vor, sich auf Billigfluglinien und den Ausbau von Frachtflügen zu stützen, um Planungsmängel zu vertuschen. Die Eröffnung des Terminals sei ein "Schlag ins Gesicht" für die lokale Bevölkerung. Gleichzeitig warnte sie, dass stagnierende Flugzahlen den früheren Wachstumsprognosen widersprächen.
Die Inbetriebnahme des neuen Terminals erfolgt vor dem Hintergrund langjähriger Konflikte um Lärmbelastung und Umweltfolgen. Steinkrügers Äußerungen spiegeln die anhaltenden Auseinandersetzungen um den Flughafenausbau und seine Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden wider. Nun steht die Frage im Raum, ob Terminal 2 überhaupt wieder genutzt wird.






