01 April 2026, 00:14

Skandal um Staatsanwalt und Plastischen Chirurgen: Betrugsprozess beginnt in Berlin

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte, identifiziert als Vadim Gilday, sitzt an einem Tisch mit einer Namensschilder und einem Stift und Aussagen vor dem Senatsjustizausschuss.

Skandal um Staatsanwalt und Plastischen Chirurgen: Betrugsprozess beginnt in Berlin

Staatsanwalt und Plastischer Chirurg vor Gericht: Betrugsprozess in Berlin beginnt

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Diese Woche müssen sich in Berlin ein Staatsanwalt und ein Plastischer Chirurg wegen des Verdachts auf Umsatzsteuerbetrug vor Gericht verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen unbefugter Datenzugriff, Geldwäsche sowie die Veruntreuung öffentlicher Mittel. Die Verhandlung beginnt am Montag vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Dem Staatsanwalt wird vorgeworfen, sich ohne Genehmigung Zugang zur internen Datenbank der Berliner Staatsanwaltschaft verschafft zu haben. Er soll Patientendaten abgerufen und an den Arzt weitergegeben haben, um diesem bei der Eintreibung ausstehender Forderungen zu helfen. Laut Anklage habe dieser Vertrauensbruch das Ansehen der Strafverfolgungsbehörden schwer beschädigt.

Zwischen 2018 und 2020 entstand dem Finanzamt durch das mutmaßliche Schema ein Schaden von rund 62.000 Euro. Der Arzt soll medizinische Leistungen schwarz abgerechnet und Bargeldzahlungen entgegengenommen haben. Der Staatsanwalt habe das Geld anschließend durch Transfers zwischen seinem eigenen Konto und dem des Arztes gewaschen.

Weitere Vorwürfe lauten, der Staatsanwalt habe das Bargeld für private Ausgaben verwendet – darunter Urlaube, Drogen und sexuelle Dienstleistungen. Die Ermittler werfen ihm zudem vor, Gelder verwaltet, zwischengelagert und später an den Arzt zurückgeführt zu haben.

Im Prozess wird es um die Vorwürfe des Betrugs, des Datenmissbrauchs und der Geldwäsche gehen. Bei einer Verurteilung drohen beiden Angeklagten schwere rechtliche Konsequenzen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, die mit dem unbefugten Zugriff auf sensible Daten verbunden sind.

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