04 April 2026, 22:12

Sachsen-Anhalt plant Job-Netzwerk gegen Fachkräftemangel und Strukturwandel

Eine Liniengrafik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalt plant Job-Netzwerk gegen Fachkräftemangel und Strukturwandel

Sachsen-Anhalt steht vor wachsendem Druck durch Dekarbonisierung, digitale Umbrüche und eine alternde Belegschaft. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat die Gewerkschaft IG Metall ein landesweites Netzwerk vorgeschlagen, das Arbeitnehmern den direkten Wechsel zwischen Jobs ohne Arbeitslosigkeitsphase ermöglichen soll. Das Ziel: Fachkräfte in der Region halten und Branchen im Wandel unterstützen.

Der Regionalleiter der Gewerkschaft, Thorsten Gröger, betonte, ein moderner Industriestandort müsse sich auf reibungslose Übergänge konzentrieren, statt Expertise zu verlieren. Unternehmen sollten zunächst interne Lösungen wie Weiterbildung oder Versetzung prüfen, bevor Beschäftigte die Region verlassen, um anderswo neue Stellen anzutreten.

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Ein strukturiertes "Job-to-Job"-Netzwerk würde Branchen mit Personalüberschuss mit solchen verknüpfen, die dringend Fachkräfte suchen. Das System würde auf bestehenden Instrumenten aufbauen – etwa Arbeitsagenturen, Gewerkschaften und Qualifizierungsprogrammen. Bisher gibt es jedoch in keinem anderen Bundesland erprobte Modelle für direkte Jobwechsel, sodass Sachsen-Anhalt einen eigenen Ansatz entwickeln muss.

Der Erfolg hängt von der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behörden und Bildungsträgern ab. Die IG Metall plant Gespräche mit allen Beteiligten, um ein dauerhaftes Netzwerk aufzubauen, das den industriellen Wandel sozialverträglich gestaltet.

Das vorgeschlagene Netzwerk soll Fachkräftemangel vorbeugen und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region stärken. Durch nahtlose Berufswechsel könnte es Unternehmen helfen, sich langfristig anzupassen – und erfahrene Beschäftigte im Job halten. Der nächste Schritt besteht darin, breite Unterstützung aller Schlüsselakteure zu gewinnen, um aus dem Plan konkrete Maßnahmen zu machen.

Quelle