19 March 2026, 12:17

Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen

Schwarzes und weißes Foto eines Schweißers bei der Arbeit an einem Metallstück, mit Rauch aus der Schweißmaschine und verschiedenen Gegenständen im Hintergrund.

Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen

Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten im Schiffbau. Ziel des Projekts ist es, die Effizienz in der Großserienfertigung zu steigern und Fehlerquoten zu senken. Es ist Teil der übergreifenden Initiative DIGIMAR, die vom Bund gefördert wird.

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Das Team arbeitet an einer Mehrstrahl-Lasertechnik, mit der sich Platten von bis zu 30 Millimetern Stärke verschweißen lassen. Durch präzise geformte Laserstrahlen soll die Anzahl der Schweißlagen verringert, die Produktion beschleunigt und weniger Zusatzwerkstoff benötigt werden. Ein zentrales Anliegen ist die Vermeidung von Heißrissen – ein häufiges Problem beim Schweißen dicker Platten.

Parallel zum Schweißprozess entwickelt das LZH ein digitales Zwillingssystem, das die Qualität in Echtzeit überwacht. Dieses virtuelle Modell zeichnet jeden Arbeitsschritt auf und reduziert so den Bedarf an manuellen Kontrollen. Anhand von Parametern wie Nahtüberhöhung und Schweißraupenbreite klassifiziert das System jede Schweißnaht automatisch als "akzeptabel" oder "fehlerhaft".

Das Projekt ist Teil von DIGIMAR, einem kooperativen Forschungsprogramm, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz finanziert wird. Zwar gibt es keine Angaben dazu, wie viele weitere Unternehmen im Schiffbau ähnliche digitale Zwillingstechnologien einsetzen, doch der Ansatz könnte neue Maßstäbe in der Qualitätssicherung setzen.

Bei Erfolg wird das Verfahren das Schweißen dicker Platten beschleunigen und gleichzeitig Fehler sowie Materialverschwendung reduzieren. Die Fähigkeit des digitalen Zwillings, Prozesse nachzuverfolgen und frühzeitig Mängel zu erkennen, könnte zudem die Prüfkosten senken. Langfristig könnten die Erkenntnisse die Schiffbaupraxis in ganz Deutschland prägen.

Quelle