18 March 2026, 18:13

Polizei Stade deckt erschreckende Mängel bei Kindersitzen und Gurten auf

Stadtstraße mit fahrenden Autos, Strommasten mit Drähten, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen, Namensschildern und einem "Fahrer müssen den Sicherheitsgurt anlegen"-Schild an einem Strommasten vor einem sichtbaren Himmel.

Polizei Stade deckt erschreckende Mängel bei Kindersitzen und Gurten auf

Polizei im Landkreis Stade führt einwöchige Kontrollen zu Sicherheitsgurten und Kinderrückhaltesystemen durch

Die Polizei im niedersächsischen Landkreis Stade beteiligte sich an einer einwöchigen Großkontrolle zur Nutzung von Sicherheitsgurten und Kinderrückhaltesystemen. Die Aktion, die vom 9. bis 15. März im Rahmen der bundesweiten "ROADPOL-Aktion Gurt 2024" stattfand, richtete sich an Fahrer und Mitfahrer. Beamte überprüften hunderte Fahrzeuge – dabei kamen trotz hoher allgemeiner Einhaltungspflicht weit verbreitete Verstöße ans Licht.

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Während der Kontrollwoche hielten die Beamten 430 Fahrzeuge an und stellten in fast jedem vierten Fall Verstöße fest. In 103 Fällen wurden Verwarnungen oder Bußgelder verhängt, wobei die falsche oder unterlassene Gurtbenutzung den häufigsten Verstoß darstellte.

Die Nutzung von Sicherheitsgurten bei Erwachsenen blieb mit einer durchschnittlichen Quote von 98,3 % hoch. Im gewerblichen Verkehr hingegen lag die Einhaltungsrate deutlich niedriger bei nur 89,0 %.

Bei Kindern zeigten die Zahlen besorgniserregende Lücken. Zwar waren 99,3 % der unter Fünfjährigen mit einer Form der Rückhaltevorrichtung gesichert, doch bei 47 Kindern wurden altersunangemessene Systeme festgestellt. Auf Landstraßen trugen lediglich 1,9 % dieser Altersgruppe Erwachsengurte – in städtischen Gebieten waren es 2,7 %. Ältere Kinder schnitten besser ab: 88,9 % saßen auf Landstraßen und 87,7 % in Städten in passenden Kindersitzen.

Die Behörden wiesen darauf hin, dass wissenschaftliche Studien belegen, dass ungesicherte Fahrgäste ein deutlich höheres Risiko für tödliche oder schwere Verletzungen bei Unfällen tragen. Die Aktion unterstrich die anhaltenden Bemühungen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und vermeidbare Unfälle zu reduzieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass es weiterhin Probleme bei der korrekten Nutzung von Kinderrückhaltesystemen und im gewerblichen Verkehr gibt. Die Polizei bekräftigte ihr Engagement für strengere Kontrollen und Aufklärungskampagnen. Die Erkenntnisse werden voraussichtlich zukünftige Verkehrssicherheitsmaßnahmen in der Region prägen.

Quelle