19 March 2026, 14:18

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines üppigen grünen Baumes mit verschiedenen Blättern und Ästen, beschriftet mit "Waldgärtnern" in fetter Schrift.

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Osnabrücks Natruper Holz durchläuft radikalen Wandel für heimische Baumarten und Artenvielfalt

Der 220 Hektar große Wald Natruper Holz in Osnabrück wird grundlegend umgestaltet, um heimische Baumarten zu schützen und die biologische Vielfalt zu stärken. Das von der städtischen Naturschutz- und Forstbehörde sowie den Stadtwerken gemeinsam verwaltete Gebiet soll zu einem klimaresistenten Mischwald entwickelt werden. Im Fokus stehen Arten wie Stiel-Eiche, Buche, Vogelkirsche und Ahorn, während nicht heimische Bäume schrittweise entfernt werden.

Ab diesem Frühjahr werden Arbeiter Bäume mit farbigen Markierungen versehen, um künftige Eingriffe zu kennzeichnen. Das Projekt verfolgt das Ziel, ökologische Gesundheit, Holzproduktion und Naherholung in einem der wichtigsten Grünräume der Region in Einklang zu bringen.

Kern der neuen Strategie ist der Erhalt altgewachsener Bäume mit ausladenden Kronen sowie die Förderung einer altersdurchmischten Struktur für natürliche Verjüngung. Totholz und Habitatbäume bleiben unangetastet, um Insekten, Vögeln und Pilzen Lebensraum zu bieten. Besonders die Stiel-Eiche genießt Priorität: Ihre großen Blätter und Eicheln ernähren mehr Insektenarten als jeder andere heimische Baum. Doch ihr Überleben ist bedroht – durch die schattenverträgliche Buche, die sie in dichten Beständen verdrängt.

Vier heimische Hauptbaumarten – Stiel-Eiche, Buche, Vogelkirsche und Ahorn – werden gezielt gefördert. Jeder Waldabschnitt erhält maßgeschneiderte Pflege, da keine einheitliche Lösung für alle Standorte passt. Die Stadt rechnet mit Holzerlösen im unteren fünfstelligen Bereich, die die laufenden Naturschutzmaßnahmen mitfinanzieren sollen.

Doch Natruper Holz erfüllt noch weitere Funktionen: Es bindet CO₂, liefert Holz und dient den Bürger:innen als Erholungsraum. Langfristig soll ein Wald entstehen, der dem Klimawandel standhält und gleichzeitig seine vielfältigen Aufgaben erfüllt.

Den Auftakt bildet im Frühjahr die Kennzeichnung der Bäume, um geplante Maßnahmen zu signalisieren. Mit dem Fokus auf heimische Arten und angepasste Bewirtschaftung sichert Osnabrück die Zukunft des Waldes. Der ausgewogene Ansatz garantiert, dass Lebensräume für Wildtiere, Holzressourcen und öffentlicher Zugang gleichermaßen geschützt bleiben.

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