23 March 2026, 10:13

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Kriminalitätsrate in London pro 1.000 Einwohner zwischen 2015/16 und 2022/23", das die Kriminalitätsraten in Italien pro 1.000 Einwohner von 2015 bis 2022 zeigt.

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe

Kriminalstatistik 2025 für die Region Osnabrück: Rückgang bei Straftaten, aber Zunahme bei Gewaltdelikten

Die Region Osnabrück präsentiert für das Jahr 2025 ein gemischtes Bild in der Kriminalstatistik. Zwar sank die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten um 2 Prozent, doch einige Formen der Gewaltkriminalität – insbesondere messerbezogene Vorfälle – stiegen deutlich an. Die Behörden bewerten die Sicherheitslage zwar als stabil, verweisen jedoch auf anhaltende Problembereiche wie häusliche Gewalt und digitale Ausbeutung.

Insgesamt wurden in Osnabrück 2025 81.539 Straftaten registriert, ein Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Kriminalität um 23.000 Fälle zurückgegangen – ein langfristiger Abwärtstrend. Dennoch bleibt Gewaltkriminalität ein drängendes Problem: 14.568 Delikte wurden erfasst, darunter fast 10.000 Fälle von Körperverletzung.

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Besonders besorgniserregend ist der Anstieg messerbezogener Straftaten auf 438 Fälle, wobei es sich meist um Bedrohungen und nicht um tatsächliche Angriffe handelte. Zudem erschütterten zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im häuslichen Umfeld die Region. Die Zahlen zu häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Vorfällen auf hohem Niveau und zeigen keine Besserung gegenüber den Vorjahren.

Bei Straftaten durch Jugendliche gab es einen leichten Rückgang auf 5.868 Fälle im Jahr 2025. Allerdings stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren, während die Gruppe der 14- bis 18-jährigen Jugendlichen weniger in Erscheinung trat. Gleichzeitig hielt die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messenger-Dienste und soziale Medien an – hier wurden 867 Fälle gemeldet.

Trotz der Herausforderungen betont die Polizei, dass das allgemeine Sicherheitsniveau hoch bleibt. Spezifische Daten zu Cyberkriminalität in Osnabrück lagen für die Jahre 2024 und 2025 nicht vor.

Die Zahlen für 2025 zeigen Fortschritte, aber auch anhaltende Problembereiche. Gewaltkriminalität, Messerbedrohungen und häusliche Gewalt erfordern weiterhin besondere Aufmerksamkeit – selbst bei rückläufigen Gesamtfallzahlen. Die Behörden werden voraussichtlich im kommenden Jahr gezielte Maßnahmen ergreifen, um diese anhaltenden Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle