Nordzucker startet Zuckerrübenernte 2025/26 mit Optimismus und Klimazielen
Luka BoucseinNordzucker startet Zuckerrübenernte 2025/26 mit Optimismus und Klimazielen
Nordzucker startet im September die Zuckerrübenernte 2025/26
Die Nordzucker Gruppe bereitet sich auf den Beginn der Zuckerrübenkampagne 2025/26 Anfang September vor. Das Unternehmen meldet eine gute Entwicklung der Bestände in den meisten Anbauregionen, warnt jedoch vor möglichen Ertragseinbußen durch Pflanzenkrankheiten und Wetterkapriolen. Im Rahmen der Vorbereitungen wurden Investitionen in Effizienz und Nachhaltigkeit getätigt – die Verarbeitung im Werk Schladen (Niedersachsen) startet am 3. September.
Die Erntesaison läuft von Anfang September 2025 bis Mitte Januar 2026. Den Auftakt macht das Werk in Schladen, wo die Kampagne in den kommenden Wochen maßgeblich vom Wetter abhängen wird. Günstige Bedingungen sind entscheidend für das weitere Wachstum und die Zuckereinlagerung in den Rüben.
Wie CEO Lars Gorissen betont, zeigen die Bestände bisher eine positive Entwicklung, doch in einigen Gebieten bleibe das Risiko von SBR/Stolbur-Befall eine Herausforderung. Um langfristige Probleme anzugehen, testet Nordzucker in Pilotprojekten in Polen und Dänemark einen kohlenstoffarmen mineralischen Stickstoffdünger.
Darüber hinaus hat das Unternehmen während der Wartungsarbeiten seine Infrastruktur modernisiert – mit Fokus auf Energieeffizienz, Automatisierung und Digitalisierung. In den dänischen Werken wird künftig Energie aus Biogas gewonnen, das aus Rübenschnitzeln erzeugt wird. Diese Maßnahmen sind Teil der Nordzucker-Strategie, die CO₂-Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 eine klimaneutrale Produktion zu erreichen.
Die Kampagne 2025/26 beginnt mit einer Mischung aus Optimismus und Vorsicht: Zwar deuten die Bestände auf gute Erträge hin, doch Krankheiten und Wetter könnten die Endergebnisse noch beeinflussen. Mit den Investitionen in Nachhaltigkeit und Effizienz will Nordzucker die langfristige Produktion sichern – bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen.






