NordLB-Chef: "Wir sind wieder eine ganz normale Bank" - NordLB feiert Rekordgewinne und setzt auf KI für die Zukunft
Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat nach ihrer Rettung 2019 eine erfolgreiche Wende vollzogen. Die Bank meldet nun Rekordgewinne und bildet alle 3.700 Mitarbeiter im Bereich künstliche Intelligenz (KI) weiter, um das zukünftige Wachstum voranzutreiben. Vorstandsvorsitzender Jörg Frischholz erklärte die Umbruchsphase für beendet und bezeichnete die Bank als "völlig normal" – so wie früher.
Der Aufschwung der NordLB begann, nachdem die Anteilseigner sie 2019 vor dem Kollaps bewahrt hatten. Seither hat die Bank ihre Geschäfte gestrafft, die IT-Systeme modernisiert und ihre Bilanzsumme verringert. Bis Anfang 2026 schloss sie die erste Phase ihres IT-Programms "fitt" ab, was den Vorsteuergewinn 2025 auf 475 Millionen Euro trieb – den höchsten Stand seit Jahren.
Jetzt setzt die Bank auf KI, um Effizienz und Kundengewinnung zu steigern. Frischholz vergleicht die Technologie mit grundlegender Software wie Excel oder Word und erwartet, dass sie innerhalb eines Jahres im Arbeitsalltag selbstverständlich genutzt wird. Die Mitarbeiter werden im Umgang mit KI geschult, eine Personalaufstockung ist jedoch nicht geplant. Stattdessen soll die Technologie neue Geschäftsfelder erschließen – insbesondere bei der Finanzierung von KI-Projekten, wo die Nachfrage nach Investitionen steigt.
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die NordLB vorsichtig optimistisch. Für 2026 peilt sie ein moderates Gewinnplus an und denkt sogar über die Wiedereinführung von Dividenden nach. Dieser Wandel folgt auf Jahre des Umbaus, darunter ein Gewinn von 506 Millionen Euro 2022 – das beste Ergebnis seit einem Jahrzehnt.
Die Transformation hat der NordLB Stabilität und Profitabilität zurückgebracht. Mit laufenden KI-Schulungen und einer schlankeren Struktur will die Bank ihre Rolle bei der Finanzierung zukunftsweisender Technologien stärken. Der nächste Schritt könnte die Ausschüttung von Dividenden sein – ein Zeichen für die vollständige Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb.






