Nordhorn setzt auf Einbruchschutz schon vor dem ersten Spatenstich
Ein neues Projekt in Nordhorn und der Grafschaft Bentheim hilft Anwohnern, ihre Häuser von Anfang an zu schützen. Seit Anfang September liegt jedem Bauantrag in der Region ein Flyer zur Einbruchprävention bei. Die Initiative mit dem Titel "Sicher wohnen ist planbar" ist Teil einer umfassenderen Strategie, durch frühzeitige Aufklärung die Kriminalität zu senken.
Die Idee stammt von Polizeidirektor Uwe van der Heiden, der vorschlug, die Bauaufsichtsbehörden als Multiplikatoren für Präventionstipps zu nutzen. Der Flyer, der in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Nordhorn, der örtlichen Polizei und der Handwerkskammer entwickelt wurde, enthält praktische Ratschläge zur Absicherung von Neubauten. Die Kosten für Gestaltung und Druck übernahm vollständig die Handwerkskammer vor Ort.
Das Vorhaben knüpft an den Rückgang der Einbruchzahlen in der Grafschaft Bentheim im Jahr 2017 an. Trotz dieser positiven Entwicklung betonen die Verantwortlichen weiterhin die Bedeutung von Prävention – nicht zuletzt wegen der langfristigen psychologischen Folgen für Opfer. Ursprünglich als Pilotprojekt in Regionen wie Hannover und Osnabrück gestartet, wurde die Maßnahme später ausgeweitet.
Bis 2026 hatten bereits rund 20 Gemeinden und Landkreise in Niedersachsen ähnliche Konzepte übernommen. Durch die Beilage des Flyers zu jedem Bauantrag erhalten Hausbesitzer bereits vor Baubeginn wichtige Hinweise zur Sicherheit.
Mittlerweile ist das Programm in Nordhorn und der Grafschaft Bentheim flächendeckend aktiv und verankert den Einbruchschutz bereits in der frühen Planungsphase von Wohnhäusern. Dank der Zusammenarbeit von Polizei, Kommunalverwaltungen und Handwerksorganisationen bietet der Flyer ein einfaches, aber wirksames Instrument, um künftige Risiken zu minimieren. Der Erfolg des Modells hat bereits andere Regionen in Niedersachsen dazu bewegt, es zu übernehmen.