17 March 2026, 08:12

Nordhorn-Almelo-Kanal: Historische Wasserstraße könnte bald wieder befahren werden

Altes Schwarz-Weiß-Foto eines Kanals in Amsterdam mit einem Boot auf dem Wasser, Bäumen an den Ufern und Gebäuden im Hintergrund; Text erscheint unten.

Nordhorn-Almelo-Kanal: Historische Wasserstraße könnte bald wieder befahren werden

Ein seit langem stillgelegter Wasserweg könnte bald neues Leben erhalten: Lokale Verantwortliche und Unternehmer setzen sich dafür ein, den Nordhorn-Almelo-Kanal wieder zu öffnen. Die 33 Kilometer lange Route, einst von zentraler Bedeutung für Handel und Transport, steht seit Jahren im Fokus informeller Gespräche und Vorbereitungen. Befürworter glauben, dass die Wiedereröffnung frische Impulse für Tourismus und regionale Wirtschaft bringen könnte.

Am 7. Mai 2018 trafen sich Schlüsselpersonen zu einem informellen Austausch im Nordhorner Rathaus, um über die Zukunft des Kanals zu beraten. Bürgermeister Thomas Berling und sein Stellvertreter Benno Brand diskutierten gemeinsam mit den Unternehmern Jan Roesink, Erik Kuiper und Alex Wassink Möglichkeiten, die Wasserstraße wieder befahrbar zu machen. Einig war man sich, dass kleine, elektrische oder motorlose Boote am besten für die reaktivierte Strecke geeignet wären.

Erste konkrete Maßnahmen sind bereits angelaufen: Auf Nordhorner Seite wurden die Uferbereiche geräumt, ein neuer Unterstand errichtet und Radwege ausgebaut. Auch das historische Zollhaus am Wasser, ein Wahrzeichen der Region, soll noch in diesem Jahr saniert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird es als Startpunkt für Radfahrer und Bootsfahrer dienen.

Die Geschichte des Kanals reicht Jahrzehnte zurück – einst war er ein wichtiger Motor für den regionalen Handel. Bauwerke wie die Neue-Nino-Brücke am Komfortradweg erinnern noch heute an seine frühere Bedeutung. Nun soll im Herbst eine gemeinsame Ratssitzung stattfinden, in der die endgültige Entscheidung über die Wiedereröffnung noch vor Jahresende fallen könnte.

Bei einer Genehmigung könnte die Wiederbelebung des Kanals die Region verändern: Sie würde Besucher anziehen und lokale Unternehmen stärken. Unternehmer wie Roesink, Kuiper und Wassink haben ihre Unterstützung bereits signalisiert und sehen darin eine Chance für Wachstum. Die nächsten Schritte hängen nun von der anstehenden Ratssitzung und dem Abschluss der laufenden Vorbereitungen ab.

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