Mit 73 noch im Einsatz: Wie Klaus Rabe die Apothekenbranche erlebt
Herlinde JungferMit 73 noch im Einsatz: Wie Klaus Rabe die Apothekenbranche erlebt
Mit 73 Jahren ist Klaus Rabe nach wie vor eine präsente Gestalt in deutschen Apotheken. Nach Jahrzehnten in der Selbstständigkeit arbeitet er heute als Vertretungsapotheker in ganz Deutschland. Seine Karriere spiegelt die Herausforderungen und Veränderungen wider, die der Apothekensektor im Laufe der Zeit durchlaufen hat.
In den frühen 1980er-Jahren eröffnete Klaus Rabe seine erste Apotheke. Im Laufe der Zeit baute er sein Geschäft auf vier Filialen im Raum Kiel aus, bevor er 2018 seine letzte Apotheke schloss. Seitdem springt er als Vertretung ein – ob für Urlaubsvertretungen oder Notdienste – und war bereits in rund 40 verschiedenen Apotheken im Einsatz.
Seine Einsätze führten ihn bis in den Süden Deutschlands, etwa an den Bodensee. Trotz seines Alters ist er körperlich fit und stets bereit für kurzfristige Einsätze. Kollegen schätzen, wie unkompliziert er sich dank seiner langjährigen Erfahrung und seines Humors in neue Teams einfügt.
Doch die Branche hat sich gewandelt. Die Zahl der Apotheken geht zurück – allein in seiner ehemaligen Region schlossen mindestens acht Standorte. Auch die Nachfrage nach Vertretungsapothekern ist gesunken, da eine bessere Personalplanung den Bedarf an Aushilfen verringert hat.
Rabe bleibt zwar bundesweit im Einsatz, plant aber, seine Tätigkeiten bis 2026 schrittweise zu reduzieren. Seine Laufbahn umfasst Jahrzehnte des Wandels – vom eigenen Apothekenbetreiber bis hin zum angepassten Einsatz als Vertretung. Der Rückgang der Nachfrage unterstreicht die tiefgreifenden Veränderungen im Apothekenberuf.






