08 May 2026, 06:13

Massive Arbeitsrechtsverstöße in Paketbranche: Zoll deckt Lohnbetrug und Ausbeutung auf

Plakat mit der Überschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" mit einer Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, einer zeigt die Route der US-Geldkurier und der andere zeigt die Standorte der Geldkurier, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand.

Massive Arbeitsrechtsverstöße in Paketbranche: Zoll deckt Lohnbetrug und Ausbeutung auf

Bundesweite Ermittlungen im deutschen Paketzustellsektor decken flächendeckende Arbeitsrechtsverstöße auf

Eine landesweite Untersuchung der Paketbranche in Deutschland hat schwerwiegende Verstöße gegen Arbeitsrechte ans Licht gebracht. Zollbeamte kontrollierten Tausende Beschäftigte und entdeckten illegale Beschäftigungspraktiken, darunter Steuerhinterziehung und ausbleibende Lohnzahlungen. Die Razzia erfolgt zu einer Zeit, in der die Branche mit rasantem Wachstum und anhaltendem Fachkräftemangel konfrontiert ist.

Mehr als 2.900 Zollbeamte führten in ganz Deutschland Kontrollen bei Zustellfirmen durch. Allein in Köln wurden 27 Unternehmen überprüft, in Münster standen 16 Betriebe unter der Lupe. Die Aktion förderte zahlreiche Fälle zutage, in denen Fahrer weniger als den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde erhielten.

Viele Beschäftigte, die über Subunternehmer angestellt waren, kannten ihren tatsächlichen Arbeitsstatus nicht. Bei einigen blieben Überstunden und Ladezeiten unbezahlt, was ihre ohnehin geringen Einkommen weiter schmälert. Die Ermittler stießen zudem auf Hinweise für Schwarzarbeit und Sozialversicherungsbetrug – Subunternehmer sollen demnach Schlupflöcher genutzt haben, um Steuern und Abgaben zu umgehen.

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In einem Fall arbeitete ein 39-jähriger Türke ohne gültige Arbeitserlaubnis in Köln. Die Abhängigkeit der Branche von Subunternehmern hat sich aufgrund des Fachkräftemangels verstärkt, doch die Ermittlungen legen nahe, dass diese Praxis systematische Ausbeutung begünstigt.

Die Ergebnisse zeigen tief verwurzelte Probleme in der Paketzustellbranche, wo illegale Anstellungen und Lohnvorenthaltung offenbar weit verbreitet sind. Die Behörden dürften nun weitere Maßnahmen gegen Unternehmen einleiten, die gegen Arbeitsgesetze verstoßen. Die Razzia folgt auf Jahre des Wachstums, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Online-Shopping.

Quelle