05 April 2026, 10:13

Mainz plant gelbe Tonne für Verpackungsmüll – doch der Streit geht weiter

Ein leuchtend gelber Recyclingmüllcontainer voller Zigarettenstummeln auf einem Gehweg, beschriftet für die Wiederverwertung.

Mainz plant gelbe Tonne für Verpackungsmüll – doch der Streit geht weiter

Mainz plant Einführung des "Gelben Tonne"-Systems für Verpackungsmüll bis zum 1. Januar 2027

Nach Jahren der Debatten und rechtlicher Auseinandersetzungen will Mainz ab 2027 ein neues System mit gelben Tonnen für Verpackungsabfälle einführen. Die Stadt hatte den Plan bereits 2019 beschlossen, doch Verzögerungen und Widerstand von Entsorgungsunternehmen sowie ökologische Bedenken bremsten die Umsetzung aus.

Der Beschluss, gelbe Tonnen einzuführen, geht auf das Jahr 2019 zurück, als die Stadtverwaltung Plastikmüll reduzieren und das Recycling verbessern wollte. Doch ein Verwaltungsgericht stoppte das Vorhaben mit der Begründung, dass ein Vollservice-Modell für die Abholung erforderlich sei. Der aktuelle Vertrag mit dem Entsorger BellandVision läuft noch bis Ende 2024 – eine Verlängerung für das neue System steht jedoch aus.

Um das Projekt voranzutreiben, hat die Kommunale Abfallwirtschaft Mainz (KAW) kürzlich eine neue Rahmenrichtlinie erlassen, um einen alternativen Anbieter zu gewinnen. Doch die dualen Abfallsysteme haben bereits Widerspruch gegen diese Vorgabe eingelegt. Auch BellandVision, der derzeitige Betreiber, kritisiert die Pläne für die gelbe Tonne und warnt vor mehr Restmüll und höheren Emissionen.

Sollte das System kommen, könnten auf die Bürgerinnen und Bürger zusätzliche Aufgaben zukommen: Ohne Vollservice müssten sie die gelben Tonnen selbst an den Straßenrand rollen und nach der Leerung zurückbringen. Immobilienbesitzer könnten zudem mit höheren Kosten durch das neue System belastet werden.

Aktuell kämpft die Stadt alle zwei Wochen mit einem wiederkehrenden Problem: Bei der Müllabfuhr häufen sich herumliegender Abfall und aufgerissene Verpackungen. Die gelbe Tonne soll hier Abhilfe schaffen – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss, da die Streitigkeiten anhalten.

Der Start des Systems ist für 2027 geplant, doch rechtliche und operative Hürden bestehen weiter. Ohne einen neuen Anbieter oder eine Lösung für die Einwände drohen weitere Verzögerungen. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, müssen sich Anwohner und Eigentümer auf neue Pflichten und mögliche zusätzliche Kosten einstellen.

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