05 April 2026, 10:13

Kfz-Branche kämpft um Fachkräfte: Warum Werkstätten jetzt umdenken müssen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Institution.

Kfz-Branche kämpft um Fachkräfte: Warum Werkstätten jetzt umdenken müssen

Deutschlands Kfz-Reparaturbranche ringt um Fachkräfte – Umfrage zeigt dringenden Handlungsbedarf

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die deutsche Automobil-Reparaturbranche steht vor wachsenden Herausforderungen bei der Sicherung qualifizierter Arbeitskräfte. Eine aktuelle bundesweite Umfrage unterstreicht die Notwendigkeit besserer Ausbildungs- und Rekrutierungsstrategien, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten.

An der Studie des Bundesverbandes des Deutschen Kfz-Gewerbes (BIV) beteiligten sich über 1.000 Betriebe, die zentrale Sorgen bei der Ausbildung und dem künftigen Fachkräftebedarf aufzeigten. Das duale Berufsausbildungssystem bleibt für die Branche unverzichtbar – Werkstätten sind darauf angewiesen, um Lücken bei Fachkräften zu schließen. Doch viele kämpfen mit einem Mangel an Bewerbern oder Kandidaten, denen die nötigen Qualifikationen fehlen. 2022 absolvierten rund 73.500 Auszubildende eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker, aktuelle Zahlen für 2023 stehen jedoch noch aus.

Betriebe erwarten von künftigen Bewerbern zunehmend technologisches Interesse, insbesondere in den Bereichen Hochvoltsysteme, Software und Digitalisierung. Gefragt sind auch Kenntnisse in alternativen Antrieben und Kundenkommunikation. Neben fachlichem Know-how gewinnen persönliche Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Motivation und Teamfähigkeit an Bedeutung.

Praktika gelten als bestes Mittel, um junge Menschen früh zu gewinnen und ihre Eignung zu prüfen. Dennoch bleibt die Abbruchquote bei Ausbildungen ein Problem – oft aufgrund von Fehlzeiten, Unzuverlässigkeit oder Konflikten im Team.

Die Branche drängt auf Verbesserungen: Dazu zählen Weiterbildungen für Ausbilder, digitale Lehrmaterialien und bessere Vernetzungsplattformen. Geplant sind auch Nachwuchskampagnen, um mehr Talente zu gewinnen. Besonders gefordert sind Ausbildungsinhalte zu Elektrik, Elektronik, Hochvolttechnik und Diagnosesoftware.

Die Umfrageergebnisse zeigen klar: Die Rekrutierung und Ausbildung im Kfz-Handwerk muss sich ändern. Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts sind die Betriebe gefordert, ihre Ausbildungsprogramme anzupassen. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird die Zukunft der Branche entscheidend prägen.

Quelle