Lothar Matthäus verrät: Warum sein Traumwechsel zu Real Madrid 1991 scheiterte
Luka BoucseinLothar Matthäus verrät: Warum sein Traumwechsel zu Real Madrid 1991 scheiterte
Lothar Matthäus stand 1991 kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid – für die Rekordablöse von 18 Millionen D-Mark. Der Transfer des deutschen Mittelfeldspielers platzte jedoch in letzter Minute wegen eines Streits zwischen den Vereinen. Noch Jahre später bezeichnet er die verpasste Chance als großes Bedauern.
Im Sommer 1991 schien der Wechsel bereits perfekt: Real Madrid hatte sich mit Inter Mailand auf eine Ablösesumme geeinigt, und Matthäus brannte darauf, den Klub zu wechseln. Doch Inter-Präsident Ernesto Pellegrini weigerte sich, den Star gehen zu lassen, und verglich ihn berühmt mit einem Picasso-Gemälde – ein unverkäufliches Kunstwerk, das man nicht hergeben dürfe.
Zusätzlich belastete ein separater Konflikt um den chilenischen Stürmer Iván Zamorano die Verhandlungen. Das endgültige Scheitern der Gespräche beendete jede Hoffnung auf einen Wechsel nach Spanien. Stattdessen kehrte Matthäus 1992 nach seiner Zeit in Italien zum FC Bayern München zurück.
Zuvor hatte er bereits zwei Champions-League-Finals mit Bayern verloren: 1987 gegen den FC Porto und später 1999 gegen Manchester United. Trotz einer glanzvollen Karriere blieb der gescheiterte Wechsel zu Real Madrid ein prägendes Thema für ihn.
Das Platzen des Transfers hinterließ bei Matthäus ein lebenslanges Gefühl des "Was-wäre-wenn". Er spielte nie für Real Madrid, und der Klub ging ohne ihn weiter. Seine Karriere ging zwar weiter, doch der fast vollzogene Wechsel wurde zu einer der großen ungenutzten Chancen der Fußballgeschichte.






