Kreis Steinfurt und Handwerk diskutieren Energiekosten, Schwarzarbeit und neue Vergaberegeln 2026
Klaus-Dieter StahrKreis Steinfurt und Handwerk diskutieren Energiekosten, Schwarzarbeit und neue Vergaberegeln 2026
Vertreter des Kreises Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf sind kürzlich zusammengekommen, um über drängende Herausforderungen und neue Chancen zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen steigende Energiekosten, Schwarzarbeit sowie die anstehenden Änderungen der Vergaberegeln, die ab 2026 in Kraft treten sollen.
An dem Austausch nahmen Landrat Dr. Martin Sommer, der Leiter des Amts für Bau und Umwelt, Carsten Rehers, sowie WESt-Geschäftsführer Christian Holterhues teil. Ihnen gegenüber saßen die Handwerksvertreter Frank Tischner, Heinz-Bernd Lohmann und Thomas Bäumer. Besonders besorgniserregend seien die durch die Spannungen im Iran verursachten Energiepreissprünge, die die Betriebskosten in die Höhe treiben und Lieferketten im lokalen Handwerk belasten, hieß es.
Ein weiteres zentrales Thema war die Bekämpfung der Schwarzarbeit, die legale Arbeitsplätze gefährdet und den Sozialkassen jährlich Milliardenkosten verursacht. Die neuen Vergaberegeln, die ab dem 1. Januar 2026 gelten, sollen Bürokratie abbauen und mehr Flexibilität bieten. Die Handwerkerschaft betonte jedoch, dass kleinere Auftragslose weiterhin Priorität haben müssten, um regionale Betriebe zu stärken.
Als verlässliche Berufsperspektive für junge Menschen wurde die duale Berufsausbildung hervorgehoben, die gute Aufstiegschancen biete. Die Kreishandwerkerschaft und die WESt beraten zudem zu Betriebsübergaben und -übernahmen in der Region. Regelmäßige Treffen sichern den kontinuierlichen Dialog zwischen Kreis und Handwerk – beide Seiten schätzen den direkten Austausch.
Die Gespräche endeten in einer positiven Stimmung und unterstrichen das vertrauensvolle Miteinander von Kreis und Handwerk. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Steinfurt und dem Handwerkssektor wird damit fortgeführt. Während die neuen Vergaberegeln Veränderungen mit sich bringen, bleibt die Vergabe kleinerer Aufträge ein Schwerpunkt. Gleichzeitig werden die Förderung der Berufsausbildung und die Unterstützung bei Betriebsnachfolgen weiter vorangetrieben – ebenso wie die Maßnahmen gegen Schwarzarbeit und steigende Kosten.






