Historischer Machtwechsel: Freie Wähler gewinnen Landratswahl in Miesbach gegen die CSU
Herlinde JungferHistorischer Machtwechsel: Freie Wähler gewinnen Landratswahl in Miesbach gegen die CSU
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft des Landkreises Miesbach (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im oberbayerischen Miesbach gewonnen. Sein Sieg beendet Jahrzehnte der CSU-Führung in der Region, da auch der scheidende Amtsinhaber der Partei angehörte.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung des bisherigen Landrats Olaf von Löwis (CSU), nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Sein Vorgänger, Wolfgang Rzehak, gehörte den Grünen an, doch größere Verschiebungen in der politischen Landschaft Miesbachs gab es seit der Wahl 2014 nicht.
Zangenfeind zog in die Stichwahl ein, nachdem er im ersten Wahlgang mit 45,3 Prozent der Stimmen geführt hatte. Der ehemalige Bürgermeister von Hausham trat gegen den CSU-Kandidaten Franz Schnitzenbaumer an, der im ersten Durchgang 25,6 Prozent erreicht hatte. Schnitzenbaumer, der frühere Bürgermeister von Schliersee, unterlag schließlich in der Endabstimmung mit nur 22 Prozent der Stimmen.
In der entscheidenden Stichwahl setzte sich Zangenfeind deutlich durch und gewann 78 Prozent der Stimmen. Sein Erdrutschsieg markiert einen klaren Bruch mit der langjährigen CSU-Dominanz in der Kreisverwaltung.
Das Ergebnis bestätigt Zangenfeind als neuen Landrat, der von Löwis nach nur einer Amtszeit ablöst. Die Wahl ist zudem das erste Mal seit Jahren, dass in Miesbach kein CSU-Vertreter an der Spitze des Landkreises steht.






