Heino unterstützt sanktionierten Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Klaus-Dieter StahrHeino unterstützt sanktionierten Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
87-jähriger Schlagerstar Heino tritt in Bad Belzig zur Unterstützung eines sanktionierten Feuerwehrmanns auf
Am Samstagabend gab der 87-jährige deutsche Schlagerstar Heino in Bad Belzig (Brandenburg) ein Konzert, um seine Solidarität mit einem Feuerwehrmann zu zeigen, dem wegen eines umstrittenen Auftritts Sanktionen drohen. Vor einer jubelnden Menge betrat Heino die Bühne, während einige Zuschauer während der Veranstaltung Parolen skandierten. Der Auftritt folgte auf eine Kontroverse um die Verwendung einer umstrittenen Strophe der Nationalhymne durch den Feuerwehrmann bei einer Meisterschaft.
Die Veranstaltung wurde aus Solidarität mit Richard Mänder organisiert, einem Feuerwehrmann, dem nach dem Abspielen von Heinos Aufnahme der ersten Strophe des Deutschlandlieds aus den 1970er-Jahren alle Ämter entzogen wurden. Diese Zeile "Deutschland, Deutschland über alles" wurde später mit NS-Propaganda in Verbindung gebracht und gilt bis heute als umstritten. Mänder hatte die Aufnahme während der Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Torgau (Nordsachsen) im August 2025 abgespielt.
Mänder weist rechtsextreme Gesinnung von sich und bezeichnet die gegen ihn verhängten Maßnahmen als ungerecht. Als Reaktion plant er nun, eigene jährliche Feuerwehr-Sportmeisterschaften auszurichten – ein Schritt, der die Spaltungen in der Feuerwehrgemeinschaft vertiefen könnte. Seit Bekanntwerden des Falls gab es weder politische noch strukturelle Veränderungen im Deutschen Feuerwehrverband.
Beim Konzert präsentierte Heino Klassiker wie "Blau blüht der Enzian", "Rosamunde", "Karamba, Karacho, ein Whisky" und "Die schwarze Barbara". Das Publikum sang mit, und einige Männer skandierten immer wieder im Chor "Ostdeutschland, Ostdeutschland!" Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, der Auftritt sei eine direkte Unterstützung für Mänder und ein Protest gegen dessen Bestrafung.
Werner wies zudem Vorwürfe zurück, Heino stehe politisch rechts. Er verwies darauf, dass der Sänger Bemühungen unterstütze, die rechtspopulistische AfD zu verbieten, und in der Vergangenheit sowohl SPD als auch CDU gewählt habe.
Das Konzert unterstrich die anhaltenden Spannungen um nationale Symbole und Meinungsfreiheit innerhalb der deutschen Feuerwehrverbände. Mänders Pläne für separate Meisterschaften könnten die Gemeinschaft weiter spalten. Heinos Auftritt hingegen festigte seinen langjährigen Kultstatus – trotz der politischen Debatten, die die Veranstaltung begleiteten.






