19 March 2026, 14:18

Gerhard Schlikkers umstrittene Rolle in der NS-Zeit: Ein historischer Vortrag in Osnabrück

Titelbild einer 1940er-Ausgabe der *Deutschen Kolonial-Zeitung* mit Adolf Hitler, gehalten von einer Gruppe von Menschen mit Mützen.

Gerhard Schlikkers umstrittene Rolle in der NS-Zeit: Ein historischer Vortrag in Osnabrück

Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und die Geschichte der Villa Schlikker

Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und die Geschichte der Villa Schlikker statt. Die Veranstaltung im Museumsquartier Osnabrück ist Teil der Reihe "Topographie des Terrors", die sich mit Diktaturen und ihren langfristigen Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften auseinandersetzt.

Der Historiker Dr. Thorsten Heese wird den Abend gestalten und dabei Schlikkers Handeln während der NS-Zeit in den Mittelpunkt stellen. Der 1874 geborene Schlikker hatte die Villa am Heger Tor 1926 erworben und überließ sie ab 1932 der NSDAP für ihre Aktivitäten.

Der Vortrag untersucht, wie stark Schlikker in das NS-Regime verstrickt war, und beleuchtet, wie Menschen wie er sich anpassten – oder keinen Widerstand leisteten –, als Deutschland von einer Republik in eine Diktatur umschlug. Öffentliche Äußerungen Schlikkers zu seiner NSDAP-Mitgliedschaft oder seiner Rolle nach dem Zweiten Weltkrieg sind nicht überliefert.

Der Eintritt beträgt 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenlos.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ziel der Veranstaltung ist es, Schlikkers Entscheidungen und die weiteren Folgen von Kollaboration in der NS-Zeit aufzuarbeiten. Die Besucher:innen erhalten die Möglichkeit, nachzuvollziehen, wie sich solche historischen Figuren in politischen Umbruchphasen verhalten haben. Die Veranstaltung knüpft an den Schwerpunkt der Reihe "Topographie des Terrors" an, die sich mit Erinnerung, Verantwortung und demokratischer Widerstandsfähigkeit beschäftigt.

Quelle