08 May 2026, 22:12

Freiburger Studie erforscht Hormone, Stress und Leistung bei Spitzensportlerinnen

Titelbild eines Buches namens "Neue Studien im Leichtathletik September 1987" mit zwei Personen auf dem Cover.

Freiburger Studie erforscht Hormone, Stress und Leistung bei Spitzensportlerinnen

An der Universität Freiburg ist ein neues Forschungsprojekt angelaufen, das untersucht, wie hormonelle Veränderungen, Stress und Lebensstil weibliche Spitzensportlerinnen beeinflussen. Unter der Leitung von Jana Strahler zielt die Studie darauf ab, Trainingsmethoden zu optimieren und die Gesundheit von Frauen im Leistungssport zu schützen. Die Arbeit ist Teil einer umfassenderen Initiative, um geschlechtsspezifische Unterschiede in der sportlichen Leistung zu erforschen.

Das auf vier Jahre angelegte Projekt konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Menstruationszyklus, psychischer Gesundheit und Regeneration bei Sportlerinnen. Die Forscher:innen arbeiten dabei eng mit Trainer:innen, Athletinnen und Sportverbänden zusammen, um praxisnahe Daten zu sammeln. Die Ergebnisse sollen in die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement einfließen.

Die Studie wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. Sie ist Teil des Konsortiums „Athletin-D“, an dem auch die Universitäten Bochum und Wuppertal sowie die Technische Universität München beteiligt sind. Langfristig soll das Projekt Trainingsansätze entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse von Sportlerinnen zugeschnitten sind.

Durch die Analyse hormoneller Schwankungen und Stressreaktionen hofft das Team, zentrale Faktoren zu identifizieren, die die Leistung beeinflussen. Die Erkenntnisse könnten zu verbesserten Regenerationsstrategien und einer wirksameren Unterstützung von Frauen im Wettkampfsport führen.

Das Projekt läuft bis 2028; die Ergebnisse sollen künftige Trainingsprogramme prägen. Das digitale Unterstützungssystem wird den Athletinnen individuelle Empfehlungen basierend auf ihren physiologischen Bedürfnissen bieten. Die Forschung stellt einen wichtigen Schritt dar, um die geschlechtsspezifische Lücke in der Sportwissenschaft zu schließen.

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