FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – und fordert Kulturzentrum statt Wohnungen
Klaus-Dieter StahrFDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – und fordert Kulturzentrum statt Wohnungen
Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn in der Stadt ausgesprochen. Die Parteiführung argumentiert, dass der Vorschlag des Senats ein Referendum aus dem Jahr 2019 ignoriert, in dem sich die Bürger gegen Wohnungsbau auf dem Gelände ausgesprochen hatten. Stattdessen schlägt die FDP eine neue Vision für die 30 Hektar große Fläche vor.
Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bremer Landtag, betonte das Referendumsergebnis als zentralen Grund für die Ablehnung. Er wies Vorwürfe zurück, der derzeitige Verwilderungszustand des Geländes rechtfertige eine Bebauung, und bezeichnete diese Argumentation als fehlerhaft.
Humpich hinterfragte zudem, wie die Pläne des Senats mit dessen Klimaschutz- und Hitzevorsorgezielen vereinbar seien. Die Partei argumentiert, dass eine Bebauung den Bemühungen widerspreche, Grünflächen im Osten Bremens zu erhalten.
Stattdessen fordert die FDP, das Gelände in ein Naherholungs-, Sport- und Kulturzentrum umzuwandeln. Man sehe darin die Chance, ein lebendiges Zentrum für die Anwohner zu schaffen. Die Partei besteht darauf, dass dafür ein professionelles Management, eine bessere Infrastruktur und Partnerschaften mit der Privatwirtschaft notwendig seien.
Die FDP pocht darauf, dass die ehemalige Rennbahn als freies Gelände für die öffentliche Nutzung erhalten bleiben soll. Ihr Konzept setzt auf Freizeit, Sport und Kultur – nicht auf Wohnraum. Nun erwartet die Partei vom Senat, seine Pläne angesichts des Referendumsergebnisses zu überdenken.






