EZB verschärft Klimaberichte: CO₂-Reduktion und grüne Anleihen im Fokus
Luka BoucseinEZB verschärft Klimaberichte: CO₂-Reduktion und grüne Anleihen im Fokus
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Satz klimabezogener Finanzberichte veröffentlicht. Die Berichte zeigen Fortschritte bei der Verringerung der CO₂-Emissionen in ihren Portfolios auf und deuten auf eine Verschärfung der Klimaberichtsstandards hin.
Die neuesten Offenlegungen der EZB umfassen den CO₂-Fußabdruck und die Klimarisiken ihrer geldpolitischen Portfolios, der Währungsreserven sowie der nicht-geldpolitischen Portfolios. Im Jahr 2025 gingen die absoluten CO₂-Emissionen in diesen Bereichen weiter zurück. Das Eurosystem blieb zudem auf Kurs, um die Zwischenziele zur Emissionsreduzierung bei Unternehmensanleihen, die für geldpolitische Zwecke gehalten werden, zu erreichen.
Über den Klimaschutz hinaus erweiterte die EZB ihre Berichterstattung um Sektoren mit erheblichen Abhängigkeiten oder Auswirkungen auf die Natur. Erstmals veröffentlichte sie inflationsbereinigte Emissionskennzahlen, um den tatsächlichen Fortschritt bei der Dekarbonisierung besser abzubilden. Zudem strebt die Bank an, den Anteil grüner Anleihen in ihrem Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
In den nicht-geldpolitischen Portfolios der EZB verringerte sich der relative CO₂-Fußabdruck weiter, während gleichzeitig die Bestände an grünen Anleihen stiegen.
Die Berichte der EZB machen deutlich, dass die Klimaberichterstattung in eine strengere Phase eintritt. Eine genauere Prüfung der Emissionsdaten wird nun erwartet. Für die globalen Märkte wird die Klimaglaubwürdigkeit künftig von transparenter Datenerfassung, solider Governance und wirksamen Maßnahmen in der Praxis abhängen.






