Exklusive Frauen-Events bringen Glanz und Diskussionen aufs Oktoberfest
Klaus-Dieter StahrExklusive Frauen-Events bringen Glanz und Diskussionen aufs Oktoberfest
Zwei exklusive Frauen-Events prägten diese Woche das Oktoberfest – und boten eine willkommene Abwechslung zu den sonstigen Festzelttumulten. Am Donnerstag fand im Schützenfestzelt die Madlwiesn statt, gefolgt vom Barbie-Wiesn-Event von Mattel am Sonntag in der Käfers Wiesn-Schanke. Beide Veranstaltungen lockten Prominenz und modische Highlights, warfen aber auch ein Schlaglicht auf anhaltende Probleme mit dem Verhalten auf dem Fest.
Die Madlwiesn eröffnete am Donnerstag im Schützenfestzelt, organisiert von der Eventagentur Hell and Karrer. Zu den Gästen zählten Schauspielerin Ursula Karven, Model Betty Taube und Cheyenne Ochsenknecht. Vor dem Fest machten viele einen Abstecher ins Bayerische Hof, um sich im typischen Oktoberfest-Look stylen zu lassen. Im Zelt wurde dann auf Tischen getanzt und zu traditionellen Wiesn-Hits mitgesungen.
Zwei Tage später lud Mattel zur Barbie-Wiesn in die Käfers Wiesn-Schanke ein. Unter den Gästen waren Model Monica Ivancan, taff-Moderatorin Neda Peemüller und GNTM-Kandidatin Darya Strelnikova – letztere in Lederhose und mit einem pinkfarbenen Mieder mit üppigen Puffärmeln. Stylist Oliver Rauh war einer der wenigen Männer vor Ort.
Die Events stehen in einem Kontext, in dem Frauen weiterhin über unerwünschte Annäherungen auf dem Oktoberfest berichten. Cathy Hummels erklärte der Abendzeitung, viele Männer würden – besonders unter Alkoholeinfluss – zu aufdringlich. Solche Vorfälle gehören für weibliche Besucherinnen leider zum Festalltag.
Sowohl die Madlwiesn als auch die Barbie-Wiesn boten Frauen einen Raum, das Oktoberfest ohne die üblichen Belästigungen zu genießen. Gleichzeitig lenkten die Veranstaltungen die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Herausforderungen: Sexuelle Belästigung bleibt ein verbreitetes Problem. Die exklusiven Events sind ein Schritt – doch die grundsätzliche Problematik besteht weiter.






