04 April 2026, 16:13

Erstes Vernetzungstreffen osteuropäischer Migrant:innen setzt auf Austausch und Integration

Altes Buchcover mit dem Titel "Berliner Leben", das eine Gruppe von Menschen in einer feierlichen Umgebung und ein militärisch anmutendes Logo zeigt.

Erstes Vernetzungstreffen osteuropäischer Migrant:innen setzt auf Austausch und Integration

Erstmaliges Treffen von Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockstaaten in Deutschland

Vom 6. bis 8. August veranstaltete die BUNT-Stiftung ein bisher einzigartiges Treffen von Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockstaaten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Austausch über gemeinsame Herausforderungen und der Aufbau von Gemeinschaft. Neben ukrainischen und russischsprachigen Migrant:innen nahmen auch kasachische Organisationen an den Diskussionen zu Integration und beruflicher Anerkennung teil.

Das Treffen markierte gleichzeitig den Start von p(ost) berlin, einem neuen Projekt der BUNT-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!". Unter den Teilnehmenden waren Vertreter:innen des Frauenpower Ukrainian Women Integration Association, der ukrainische Frauen bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft unterstützt. Ebenfalls dabei war Nash Berlin, das gemeinsam mit dem Mriya-Verein ukrainische Künstler:innen und Kulturschaffende fördert.

Vielfältige Perspektiven und langjährige Engagement Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über die Stärkung von Migrant:innengemeinschaften. Die Deutsch-Kasachische Gesellschaft präsentierte ihre 27-jährige Arbeit zur Vernetzung zwischen Kasachstan und Deutschland. Zudem beteiligte sich der Kinder- und Jugendverband JunOst, der sich speziell für junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund einsetzt.

Ein zentrales Thema war die schwierige Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland. Viele Fachkräfte – etwa Lehrer:innen – stoßen trotz ihrer Erfahrung auf Hürden. Die fehlenden amtlichen Daten zu Migrant:innen aus Ostblockstaaten vor 2022 erschwerten zudem die Debatten über langfristige Integrationsstrategien.

BUNT als Brückenbauerin zwischen Kulturen Die BUNT-Stiftung, bekannt für ihre Sprach- und Kulturkurse, betonte ihre Rolle bei der Unterstützung von Frauen, Kindern und Familien. Dazu gehören auch Schulungen für Unternehmen und ihre migrantischen Mitarbeiter:innen, um den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Die Konferenz zeigte: Die Bemühungen zur Unterstützung osteuropäischer Migrant:innen in Deutschland gehen weiter. Organisationen arbeiten weiterhin an Lösungen für Herausforderungen wie die Anerkennung von Qualifikationen und stärken gleichzeitig kulturelle Verbindungen. Künftige Treffen im Rahmen von p(ost) berlin könnten diese Diskussionen vertiefen und ausbauen.

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