Emmanuelle Seigner erhält Lebenswerk-Preis in Taormina – eine Ikone zwischen Film und Musik
Klaus-Dieter StahrEmmanuelle Seigner erhält Lebenswerk-Preis in Taormina – eine Ikone zwischen Film und Musik
Emmanuelle Seigner ist in diesem Jahr eine der Ehrengäste des Taormina Film Festivals. Am Freitagabend wird sie für ihre lange Filmkarriere mit einem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Ihre Anwesenheit bei dem Festival sorgt für Aufmerksamkeit – nicht nur wegen ihres unverwechselbaren Stils, sondern auch wegen ihres anhaltenden Einflusses auf die Filmwelt.
Ihr Durchbruch gelang Seigner 1985 mit Jean-Luc Godards Detektiv. Seitdem hat sie eine beeindruckende Karriere aufgebaut und wirkte in einem halben Dutzend Filmen ihres Mannes, Roman Polanski, mit, darunter Bitter Moon und Der Pianist. Trotz der Kontroversen, die Polanski umgeben, blieb sie eine konstante Figur in seinem Leben und Werk.
Neben der Schauspielerei verkörpert sie eine rockige Attitüde als Mitglied der Band L’Épée. Die Musik der Gruppe war bereits in erfolgreichen Serien wie Emily in Paris und Killing Eve zu hören. Künstlerisches Talent liegt in der Familie: Seigner ist die Enkelin von Louis Seigner, einem gefeierten Schauspieler der Comédie-Française.
Aktuell arbeitet Seigner an drei neuen Spielfilmprojekten, die in Frankreich, Italien und den USA entstehen. Unterdessen folgt ihre Tochter Morgane Polanski ihren Spuren und bereitet sich darauf vor, in Großbritannien ihren ersten Langfilm – einen Horrorstreifen – zu drehen.
Die Preisverleihung findet am Freitag im Rahmen des Taormina Film Festivals statt. Seigners Beiträge zum Film, zur Musik und das künstlerische Erbe ihrer Familie prägen weiterhin ihre Laufbahn. Mit ihren anstehenden Projekten und den Unterfangen ihrer Tochter beginnt für die Familie ein neues Kapitel in der Unterhaltungsbranche.






