Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben
Luka BoucseinEhepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben
Großer Betrugsprozess in Kempten: Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben
In Kempten hat ein spektakulärer Betrugsprozess begonnen, nachdem ein städtischer Mitarbeiter und seine Ehefrau über mehr als ein Jahrzehnt hinweg angeblich fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren unterschlagen haben sollen. Das Paar – er 40, sie 38 Jahre alt – wurde Ende 2025 festgenommen, nachdem verdächtige Banktransaktionen die Ermittler aufmerksam gemacht hatten.
Der 40-jährige Angestellte der Stadtverwaltung hatte die Parkuhren jahrelang systematisch und unentdeckt geleert. Seine 38-jährige Frau soll ihm geholfen haben, das Geld zu waschen, indem sie Bargeld auf Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte.
Erst als eine Bank im November 2025 ungewöhnliche Kontobewegungen meldete, flog der Schwindel auf. Die Behörden reagierten umgehend: Alle Parkuhren wurden mit neuen Schlössern gesichert, und die Wartung wurde an ein externes Unternehmen übertragen. Seit ihrer Verhaftung sitzen beide Beschuldigte in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder. Der Prozess dauert noch an; ein Urteil steht bisher aus.
Kurioser Nebenaspekt: Anonymer Brief mit Geständnis aus Großbritannien In einem separaten, aber thematisch verwandten Fall erhielt der Inhaber des britischen Unternehmens Exotica Foods kürzlich einen anonymen Brief, in dem sich jemand für einen Diebstahl entschuldigte – begangen vor etwa 15 Jahren. Dem Schreiben lagen 100 Pfund in bar bei, doch ein direkter Zusammenhang mit dem Kemptener Fall konnte bisher nicht hergestellt werden.
Während die Staatsanwaltschaft auf die Rückerstattung der veruntreuten 1,9 Millionen Euro drängt, hat die Stadt Kempten bereits die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, um weitere Betrugsfälle zu verhindern. Das Urteil wird zeigen, ob das Ehepaar über die Konfiszierung ihres Vermögens hinaus weitere Strafen zu erwarten hat. Der Prozess geht unterdessen weiter.






