EEG-Auslauf 2026: Energiewende droht Milliardeninvestitionen zu verlieren
Christos SchwitalEEG-Auslauf 2026: Energiewende droht Milliardeninvestitionen zu verlieren
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche steht vor Unsicherheit, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Ende 2026 ausläuft. Energieminister aus zentralen Bundesländern fordern nun klarere politische Weichenstellungen, um Milliardeninvestitionen zu sichern und Rückschläge bei der Energiewende zu vermeiden.
Christian Meyer, Energieminister von Niedersachsen, warnte, dass geplante Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro für Erneuerbare, Netze und Speicher durch die aktuellen Bundesvorschläge gefährdet seien. Er betont, dass der Ausbau von Solar-, Wind- und Bioenergie bereits zu sinkenden Strompreisen im ganzen Land beigetragen habe. Allein im vergangenen Jahr genehmigte Niedersachsen 807 Windkraftanlagen, die die Kapazität um über 5,1 Gigawatt erhöhten.
Meyer kritisierte zudem die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, neue Gaskraftwerke zu subventionieren, während gleichzeitig der Netz- und Erneuerbaren-Ausbau eingeschränkt werde. Er besteht darauf, dass Planungssicherheit für Projekte wie Photovoltaikanlagen, Windparks, Biogasanlagen und Speicherlösungen unverzichtbar sei. Ein vorgeschlagenes Instrument, Differenzverträge (Contracts for Difference), könnte die nötige Stabilität für die Branche bieten.
Auch Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister von Schleswig-Holstein, fordert Klarheit über das Jahr 2026 hinaus. Ein kürzlich im Auftrag der Landesminister erstelltes Gutachten unterstreicht die Notwendigkeit fortlaufender Fördermechanismen nach dem EEG-Auslauf. Kritiker monieren zudem, dass die aktuellen Entwürfe die Bedenken kleinerer Projektentwickler nicht ausreichend berücksichtigen.
Ohne verbindlichere Zusagen befürchten die Minister Verzögerungen beim Ausbau der Erneuerbaren und verlorene Investitionschancen. Die Forderung nach überarbeiteten Richtlinien zielt darauf ab, ein stetiges Wachstum bei Wind-, Solar- und Speicherprojekten zu gewährleisten – ohne Rückgriff auf Subventionen für fossile Energien.






