30 April 2026, 20:14

Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bremsen die Industrie aus

Schwarz-weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bremsen die Industrie aus

Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen einer Erholung: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Dennoch kämpfen viele Industriezweige weiterhin mit Materialengpässen, die die Produktion in Schlüsselbranchen beeinträchtigen.

Laut offiziellen Zahlen legte das BIP im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 0,5 Prozent zu. Treibende Kräfte dieses Wachstums waren gestiegene Exporte sowie höhere Ausgaben privater Haushalte und öffentlicher Dienstleister.

Doch die Probleme in den Lieferketten bestehen fort. Im April 2026 gaben 13,8 Prozent der Industrieunternehmen an, Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten zu haben – ein deutlicher Anstieg gegenüber Januar, als nur 5,8 Prozent ähnliche Herausforderungen meldeten.

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Besonders betroffen sind einige Branchen: Die chemische Industrie leidet am stärksten – 31,1 Prozent der Hersteller kämpfen mit der Sicherung notwendiger Lieferungen. Auch die Gummi- und Kunststoffproduzenten verzeichnen erhebliche Engpässe (22,9 Prozent), gefolgt von Herstellern elektrischer Ausrüstungen (17,2 Prozent) und Unternehmen des Maschinenbaus (14,8 Prozent).

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs halten die Materialknappheiten in vielen deutschen Industrien an. Die Kluft zwischen steigender Nachfrage und begrenztem Angebot könnte sich künftig auf Produktion und Handel auswirken. Besonders anfällig für die anhaltenden Lieferengpässe bleiben die Chemiebranche, die Kunststoffindustrie und der Maschinenbau.

Quelle