16 March 2026, 10:12

Derby-Alarm: Hannover 96 gegen Braunschweig stellt Sicherheitskonzept auf die Probe

Ein Fussballspiel im Gange mit Spielern in Sportbekleidung und Helmen auf dem Feld, Zuschauern, Geländern und Tafeln mit Text im Hintergrund.

Inneres: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Derby-Alarm: Hannover 96 gegen Braunschweig stellt Sicherheitskonzept auf die Probe

Der anstehende Derby-Kracher zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig rückt die Stadion-Sicherheit in den Fokus. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert vor dem Anpfiff am Freitag um 18:30 Uhr in der Landeshauptstadt verschärfte Maßnahmen. Gewalt habe in der Fankultur nichts verloren und müsse von den Anhängern selbst gestoppt werden, betont sie.

Behrens setzt sich seit Langem für strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Risikospielen ein – eine Haltung, die ihr bei manchen Fangruppen Unmut eingebracht hat. Tausende Polizisten für ein einziges Spiel einzusetzen, sei weder praktikabel noch auf Dauer tragbar, argumentiert sie. Zum Vergleich verweist sie auf Großveranstaltungen wie das Maschsee-Fest, bei denen weitaus weniger Beamte im Einsatz seien.

Die Ministerin verlangt von Ultra-Gruppen, selbst Verantwortung zu übernehmen und gewaltbereite Einzelpersonen in den eigenen Reihen auszuschließen. Sollten sie untätig bleiben, droht sie mit schärferen Kontrollen durch Politik und Fußballverbände. Ihr Ziel: die Polizeipräsenzen in den Stadien zu verringern und die Verantwortung für die Sicherheit stärker auf die Fans zu verlagern.

Klar stellt Behrens dabei, dass Gewalt niemals als Teil der Fußballkultur akzeptiert werden dürfe. Sie erwartet von den Anhängern, dass sie Störern aktiv entgegentreten – statt wegzusehen, wenn es zu Ausschreitungen kommt.

Das Freitagsspiel wird zeigen, ob die Fangruppen Sicherheit auch ohne massiven Polizeieinsatz gewährleisten können. Behrens' Forderungen deuten auf einen möglichen Wandel im Umgang der Behörden mit Gewalt bei Spielen hin. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Risikobegegnungen in Niedersachsen sein.

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