Chicks on Speed: Wie ein Münchner Kollektiv die deutsche Kultur revolutionierte
Klaus-Dieter StahrChicks on Speed: Wie ein Münchner Kollektiv die deutsche Kultur revolutionierte
Das Kunstkollektiv Chicks on Speed prägt die deutsche Kultur seit über zwei Jahrzehnten. Gegründet 1997 in München, verbindet die Gruppe Musik, bildende Kunst und Performance auf mutige, experimentelle Weise. Ihr Schaffen reicht von Electroclash-Tracks bis hin zu Textildesigns und kritischen Kostümkreationen.
Alex Murray-Leslie, Melissa E. Logan und Kiki Moorse brachten Chicks on Speed 1997 ins Leben. Das Trio erregte schnell Aufmerksamkeit durch seinen eklektischen Ansatz, der Musik mit visueller und performativer Kunst verschmilzt. Ihr Electroclash-Sound – darunter Coverversionen wie Kaltes klares Wasser (im Original von Malaria!) – avancierte in den frühen 2000er-Jahren zum Fixpunkt der Berliner Clubszenen.
Doch das Kollektiv ging über die Musik hinaus: Es schuf Gemälde, Skulpturen, Collagen und Filme, entwarf Textilien, Körperkunst und immersive Performances. Sein Einfluss reichte von lokalen Spielstätten bis zu internationalen Festivals, mit Verbindungen zu ikonischen Clubs wie dem Berghain und dem Label Ostgut Ton.
Auch im Bildungsbereich war die Gruppe aktiv. Sie leitete künstlerische Forschungsprojekte und veranstaltete pädagogische Workshops, um ihre interdisziplinären Methoden einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Der Einfluss von Chicks on Speed auf die deutsche Kultur ist unbestritten. Ihre Verschmelzung von Musik, Kunst und Performance hat sowohl die Underground- als auch die Mainstream-Szene nachhaltig geprägt. Bis heute inspiriert das Werk des Kollektivs neue Generationen von Künstler:innen und Performenden.






