Bundeswehr bestellt Kamikaze-Drohnen für 25 Millionen Euro bei Rheinmetall
Klaus-Dieter StahrBundeswehr bestellt Kamikaze-Drohnen für 25 Millionen Euro bei Rheinmetall
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Freigabe für ein Beschaffungsvorhaben im Umfang von 25 Millionen Euro für sogenannte Loitering Munitions beantragt. Die als Kamikaze-Drohnen bekannten Waffen sollen von Rheinmetall im Rahmen eines großen Rahmenvertrags geliefert werden. Der Deal markiert einen bedeutenden Schritt bei der Ausweitung der unbemannten Luftfähigkeiten des Landes.
Das Ministerium hat Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro für den Projektstart vorgesehen. Rheinmetall soll Bodenstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren liefern. Zudem wird das Unternehmen das initiale Ausbildungsprogramm für die Bedienkräfte verantworten.
Der gesamte Rahmenvertrag hat ein Volumen von 2,387 Milliarden Euro, wobei Rheinmetall einen ersten Auftrag im Wert von knapp unter 300 Millionen Euro erhalten soll. Das Ministerium bezeichnet die Raider-Drohnen als eine "bahnbrechende Neuentwicklung", die mit anderen unbemannten Systemen zusammenarbeiten soll.
Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte das Unternehmen dies nicht schaffen, behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen.
Das Projekt kann erst voranschreiten, sobald der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigibt. Bei erfolgreicher Umsetzung werden die Raider-Drohnen Teil des wachsenden Drohnenarsenals Deutschlands und ergänzen bestehende Systeme anderer Hersteller. Die Entscheidung des Ministeriums hängt davon ab, ob Rheinmetall strenge Leistungs- und Lieferfristen einhält.






