07 May 2026, 04:13

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzumbenennung und debattiert Maikrawalle

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze, verstreuten trockenen Blättern und umliegenden Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzumbenennung und debattiert Maikrawalle

Berlin ehrt die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer am Mittwoch mit einer feierlichen Veranstaltung. Zudem wird der Platz vor dem Abgeordnetenhaus künftig ihren Namen tragen. Unterdessen befassen sich die Abgeordneten mit den jüngsten Maikundgebungen in der Stadt, bei denen es Dutzende Festnahmen und über 100 eingeleitete Strafverfahren gab.

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Der Tag beginnt mit einer Würdigung für Friedländer, die Ehrenbürgerin Berlins ist. Um 9:00 Uhr findet im Plenarsaal eine Zeremonie statt, gefolgt von der Enthüllung eines neuen Namensschilds für den Platz vor dem Parlament. Regierungsbürgermeister Kai Wegner wird eine Rede zu ihren Ehren halten.

Im Anschluss tagt das Abgeordnetenhaus ab 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. Im Mittelpunkt steht dann die Bewertung der Maidemonstrationen am 1. Mai, die weitgehend friedlich verliefen. Die Polizei registrierte rund 120 Straftaten, darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden während der Ereignisse vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Die Feierlichkeiten und die Parlamentssitzung markieren zwei unterschiedliche Momente für die Stadt: Einerseits wird Friedländers Vermächtnis mit der Umbenennung des Platzes offiziell gewürdigt. Andererseits analysieren die Abgeordneten das Vorgehen der Polizei bei den Maikundgebungen, zu denen noch immer Ermittlungen laufen.

Quelle