Bayerns Frauen trotzen Barcelona zu neunt – und halten Champions-League-Traum am Leben
Luka BoucseinBayerns Frauen trotzen Barcelona zu neunt – und halten Champions-League-Traum am Leben
Bayerns Frauen halten Barcelona mit einem hart erkämpften Remis in Schach – vor Rekordkulisse
Die Frauenmannschaft des FC Bayern München hat sich in einem packenden Spiel gegen den FC Barcelona ein verdientes Unentschieden gesichert – und das vor 31.000 Zuschauern, einem neuen Rekord für die Münchnerinnen in einem Champions-League-Spiel. Die Partie war geprägt von Dramatik, nachdem die Gastgeberinnen nach zwei Roten Karten nur noch zu neunt spielten. Trotz der Rückschläge hielt der FC Bayern nach Franziska Ketts Ausgleichstreffer in der zweiten Halbzeit stand.
Barcelona ging früh in Führung, nachdem ein Abwehrfehler von Giulia Gwinn Ewa Pajor in der 8. Minute den Weg zum Tor ebnete. Die Münchnerinnen reagierten jedoch mit einer disziplinierten Defensivtaktik, die den sonst so spielbestimmenden Angriff der Katalaninnen über weite Strecken der ersten Halbzeit ausbremste.
Das Spiel drehte sich in der 69. Minute, als Franziska Kett nach einer sehenswerten Kombination mit Pernille Harder den Ausgleich erzielte. Doch nur zehn Minuten später kippte die Stimmung erneut: Kett sah Rot, nachdem sie Salma Paralluelo angeblich am Zopf gezogen hatte. Bianca Rech, Sportdirektorin des FC Bayern, bezeichnete die Rote Karte später als ungerechtfertigt.
Die Kontroversen rissen nicht ab: Trainer José Barcala kassierte kurz darauf die zweite Gelbe Karte, weil er gegen Schiedsrichterentscheidungen protestierte – der FC Bayern stand nun mit nur noch neun Spielerinnen auf dem Platz. Trotz der Unterzahl gelang es dem Team, Barcelonas Offensivbemühungen zu neutralisieren und den Punkt zu sichern, was die Champions-League-Träume am Leben hält. Nach dem Spiel zeigte sich Giulia Gwinn zuversichtlich: "Wir haben weiterhin gute Chancen, erstmals ins Finale einzuziehen."
Das Remis hält den FC Bayern im Rennen um den Einzug ins Halbfinale, doch die beiden Platzverweise erschweren den Weg dorthin. Vor der Rekordkulisse in einer hochdramatischen Partie muss das Team nun ohne zwei Leistungsträgerinnen ins Rückspiel gehen. Beide Mannschaften haben im Hinblick auf die nächste Begegnung noch alles zu spielen.






